30.04.2014

How to Stop Overthinking Everything: 9 Simple Habits


1. Put things into a wider perspective: Will this matter in 5 years?
2. Set short time-limits for decisions: 30 seconds for small, 30 minutes for big decisions. 
3. Become a person of action 
4. Realize that you cannot control everything: Trying to think things through 50 times can be a way to try to control everything. To cover every eventuality so you do not risk making a mistake, fail or looking like a fool.
But those things are a part of living a life where you truly stretch your comfort zone. Everyone who you may admire and have lived a life that inspires you has failed. They have made mistakes.
But in most cases they have also seen these things as valuable feedback to learn from. Those things that may look negative have taught them a lot and have been invaluable to help them to grow.
So stop trying to control everything. Trying to do so simply doesn’t work because no one can see all possible scenarios in advance.
This is of course easier said than done. So do it in small steps if you like.
5. Say stop in situation where you know you cannot think straight: No, no, we are not going to think about this now.
6. Do not get lost in vague fears: ask yourself: "honestly, what is the worst that could happen?"And when I have figured out what the worst that could happen actually is then I can also spend a little time to think about what I can do if that often pretty unlikely thing happens. I have found that the worst that could realistically happen is usually something that is not as scary as what my mind running wild with vague fear could produce.
7. Work out.
8. Spend more of your time in the present moment: Slow down. Disrupt and reconnect.
9. Spend more of your time with people who do not overthink things.
http://www.trulybuddha.com/how-to-stop-overthinking-everything-9-simple-habits/ 

26.04.2014

Verstehen heißt nicht einverstanden zu sein!

schritt für schritt hin zu mehr verständnis.
gar nicht so leicht. 
der glaube daran, dass ich für den gefmütszustand der anderen verantwortlich bin, sitzt so tief. 
ich lerne. auf mich selbst zu schauen.
gar nicht leicht. genug zu tun.
meine inneren glaubensbilder sagen: du bist ok wenn dir die anderen zeigen, dass du ok bist. du wirst verstanden, wenn die anderen das gleiche denken, wie du.
das bedürfnis nach wertschätzung.
neue strategien erlernen, um nicht von anderen meinungen abhängig zu sein.
wertschätzungs-strategien.
vielleicht selbst mehr wertschätzen. und feiern, was ist. auch wenn es schwierig wirkt. weil es eine chance ist. zum lernen. und wachsen.

und verstehen heißt nicht einverstanden sein
die andere muss nicht so sein wie ich. sie muss nicht machen, was ich will. sie muss nicht denken, was ich will. sie muss nicht sprechen. ich muss sie nicht erziehen.
ich darf machen, was ich will. sie darf machen, was sie will. und er auch.
freiheit. und autonomie. selbst bestimmen. wollen. und dürfen. von klein auf. bis groß.

ich will eine giraffenkindergruppe gründen. und immer wieder ans meer fahren!!!

14.04.2014

zurück im wald

und die junge frau kehrt in den wald zurück.
sie sucht einen platz. und findet keinen. sie sucht weiter. bis sie ihn gefunden hat. er ist wunderschön.
sie spürt angst. und hält ihr schwert fest in ihrer hand.
diesmal keine schnecke. nur sie. und der wald.
sie kann nicht bleiben. alles ist laut. vor allem ihr kopf.
und sie legt das schwert hin. und und läuft zurück.

am nächsten tag probiert sie es noch einmal. sie geht zurück in den wald. noch bevor die sonne aufgeht. sie kommt an. und sieht ihr schwert.
und lässt es liegen. schleicht herum. fühlt sich wohl. setzt sich hin. und bleibt. und atmet. und spürt den wind. und lauscht den vögeln. und freut sich.
sie fühlt sich geborgen. geht zum schwert. nimmt es an.
und schlägt es gegen den stein. mit einem schrei. ein teil des schwertes splittert in ihr gesicht.
und sie schlägt noch einmal. und noch einmal. bis es weg ist.

und später geht sie zurück. schwertlos.
im wissen, verletzlich zu sein.
mit dem vorsatz, das herz zu erhören. und sich berühren zu lassen. immer. und immer wieder.
auch von den augen.
den ärger nicht loswerden. sondern ihn annehmen. als wegweiser.
magie im leben.
schwertlos.
fliegend.

wer will nicht lieber aus liebe als gar nicht zu grunde gehen?


10.04.2014

hexerei

"es war einmal. und war auch nicht.... ein kleines mädchen. das ging mit seiner mutter und seiner großmutter in einem ganz kleinen dorf spazieren. das mädchen hüpfte und hopfste vor den beiden frauen herum. aber plötzlich erblickte das mädchen eine sehr alte frau. mit einem weißem kopftuch. und einem gekrümmten rücken. und einem stock, der sie stützt.
und das mädchen lief brüllend davon: "aaaaahhhhhh. eine hexe!!!!!"
mutter und großmutter ragierten entsetzt: "aber das ist doch keine hexe!!!!""

hexen waren meine kindheitsmonster.

was sind denn hexen?
geheimnisvoll. wissend. weise. anders denkende. einsam. geächtet.
auf die "dunklen", die unbequemen, die angst machenden aspekte hinweisend.
"hässlich" und "böse". verborgenes ans licht bringend.

vielleicht die eigenen hexenanteile ans licht kommen lassen... um nicht mehr weglaufen zu müssen...

von der wut zur scham... und dann zur verletzlichkeit

In Dominanzkulturen ist Wut ein Zeichen dafür, dass jemand etwas falsch gemacht hat und bestraft werden muss. In Kulturen, die Augenmerk darauf legen, dem Leben zu dienen, wird Wut als Ausdruck eines wichtigen unerfüllten Bedürfnisses angesehen. (liv larsson)
hinter der Wut liegen schuld und scham.
und dahinter versteckt sich verletzlichkeit.
ein dicker schutzpanzer...
und dahinter. respektiert werden wollen. und akzeptiert. und in gemeinschaft sein.

Wenn wir uns schämen, fördert unser Verhalten oft mehr Schuld, Angst, Abstand und Selbstkritik... je mehr wir versuchen, unsere Scham zu verstecken, desto mehr Macht bekommt sie über uns.
... wenn Sie gerne mehr Kontakt wünschen, kann es nützlich sein, Ihre Verletzlichkeit zu zeigen statt sie zu verstecken. ... enge Verbindungen zu anderen tragen zum Gefühl von Bedeutsamkeit in unserem Leben bei... wenn wir es wagen, unsere Verletzlichkeit zu zeigen führt dies zu Kontakt. Andere können sich wiedererkennen und sich ebenfalls als bedeutsam erleben, indem sie uns eine Stütze sein dürfen... wir können Scham als Öffnung zur Empathie begreifen... wenn wir uns für die Scham schämen wird sie uns garantiert nicht loslassen... Scham fühlen und selbstermächtigt leben... (liv larsson)

der scham NICHT aus dem weg gehen. niemals etwas nicht tun, aus angst, wir könnten uns dafür schämen!!! die scham einladen und herzlich willkommen heißen. ein scham-tagebuch führen...




07.04.2014

vom schwertkampf rund ums herz


hinter allem steht ein bedürfnis.
bedürfnisse sind schön. können nicht im konflikt zueinender stehen. bedürfnisse zeigen uns, was wir brauchen, um lebendig zu sein.
ein sinnvolles schönes bedürfnis hinter jedem gefühl. und jedem wunsch.
und jeder äußerung.
auch hinter gewaltvollen äußerungen. und sexistischen. und rassistischen.

und hinter jeder mühsamen stimme im kopf.
auch hinter der stimme, die manchmal im eigenen kopf laut brüllt: "pass auf. überleg dir das gut. ist das jetzt wirklich notwendig? was werden die anderen nur denken????"

was will diese stimme? die scheinbar nur aufhält und hemmt? in herausfordernden situationen.
vielleicht sehnt sie sich nach schutz. und verbindung. und zugehörigkeit.
vielleicht hat sie angst vor einsamkeit. und deshalb glaubt sie, das herz schützen zu müssen. mit allen mitteln. ein kleiner schwertkämpfer - in der einen hand das schwert und in der anderen hand den erhobenen zeigefinger. welcome to my heart :-)

schwierig wird es dann, wenn der schwertkämpfer andere anteile nicht durchlässt. weil die angst vor dem schmerz der einsamkeit zu groß ist.
und wenn die verletzlichkeit nicht durch kann. die sanftheit. die traurigkeit.
wenn alles im herz stecken bleibt, weil es so gut beschützt wird...

und das herz? ist dann nur noch ganz leise. ganz verbunden. damit es heilen kann. the first cut is he deepest... und wirklich gut bewacht.
doch wie soll man dem herz folgen? wenn es so leise ist?

die verletzliche will durch. vom herzen weg. in die welt hinaus. will sich ausdrücken. passend. mutig. offen. nicht für die anderen.
vielleicht sogar schreien. brüllen. laut sein. dürfen.
ohne die angst im nacken!

05.04.2014

es tut sich etwas. bei mir. in meinem leben! es bewegt sich etwas!

* ich lerne, mich authentisch auszudrücken. mit 11 anderen menschen. die das auch lernen wollen. und weitergeben wollen. wie ein geschenk, in dieser gruppe dabei sein zu dürfen. andere wirklich sehen. die sich selbst wirklich zeigen wollen. weil sie sich nach lebendigkeit sehnen. und die konformität nicht mehr tragen wollen. 

so viel ehrlichkeit. so viele perlen...
... schlafen. gehen. natur. schwimmen. singen. mit kindern sein. mit freundinnen reden. schreiben. gemeinsam essen. und ärger. als selbstverbindungsstrategien...
... geld als unterstützungswunsch. die sehnsucht nach finanzieller absicherung. ein bedingungsloses grundeinkommen für alle...
... verletzlich sein zulassen. um lieben zu können...
... annehmen, was ist. auch die angst und die traurigkeit feiern...
... meinen bauch groß sein lassen :-) nicht einziehen müssen. sondern seine stärke erkennen. ich spüre viel durch meinen bauch...
... in der früh bewusst aufwachen. von der zehe bis zum haaransatz...

und einige fragen...
... gewinnen bedeutet wertschätzung. wie kann man beim kooperativen spielen wertschätzung geben, wenn gewinnen weg ist?
... wie mit kindern gewaltfrei kommunizieren. ohne "das darfst du nicht". wenn sie sich kratzen, beißen, zwicken?
... wie keine vorwürfe mehr hören. sondern die empathischen ohren verwenden?
... und wie bitten. ohne angst vor dem nein. und nach dem fragen, was ich wirklich will?
... wie richtig und falsch bewertungen lassen. und die verurteilungen?

02.04.2014

Eine Vision


Alle Schüler(innen), Lehrpersonen und Eltern bestätigen, dass Gewalt an dieser Schule nicht vorkommt. Vielleicht liegt es daran, dass die Lernenden zu nichts gezwungen werden und sie ihren Schultag frei planen und gestalten können.
Die Schul- und Lebensphilosophie: Miteinander und voneinander lernen. Das lernen, wozu man gerade Lust hat. Zeit haben, sich selber, andere und die Umwelt wahrzunehmen. Stressfrei.
Freude am Wissenwollen und Neugierde führen dazu, dass am Ende der Schulzeit alle lesen, schreiben, rechnen können. Sie lernen es auf die Art, die ihnen entspricht. Vor allem aber wissen alle, was Selbstbestimmtheit, Selbstständigkeit, Glücklichsein und Freude heisst.
Mehr Infos zur Villa Monte: Wo Schüler machen was sie wollen

31.03.2014

Share your livingroom!


Auf der Suche nach einer Erwerbsarbeit kommt mir meine Projektidee wieder in den Sinn :-) Sie geht so:

In Wien gibt es viele Menschen, die in Wohnungen leben, in denen Zimmer frei sind. Weil jemand aus- oder umgezogen ist. Oder weil jemand verstorben ist. Oder weil man einfach in einer großen Wohnung oder in einem Haus lebt.

Und gleichzeitig suchen junge unbegleitete minderjährige Flüchtlinge ein zu Hause. Sie sind alleine aus Ländern wie Guinea oder Afghanistan nach Österreich gekommen, um hier Schutz zu finden.
Nach einem Erstaufnahmegespräch (z. Bsp. in Traiskirchen) werden sie nach einiger Zeit (manchmal gleich- manchmal später) in WGs untergebracht und relativ gut betreut. Ab dem Zeitpunkt ihrer Volljährigkeit müssen sie ausziehen - zum Beispiel in ein Asylheim, weil ihnen nur eine geringe Summe Geld für Miete und Verpflegung zur Verfügung steht.

Wie wäre es, wenn diese jungen Asylwerber/innen in leer stehende Zimmer einziehen könnten?

Natürlich wäre das nicht nur einfach. Neben sprachlichen Barrieren gibt es sicher auch "kulturelle". Aber wäre es nicht gleichzeitig auch wunderbar Wohnraum zu teilen? Die Frage ist, ob denn Menschen Interesse daran hätten, mit jungen Asylwerber/innen ihr Heim zu teilen... Das muss ich heraus finden :-)

I am on my way...

bald ist es vorbei mit der erwerbsarbeit. noch ein monat im büro mitten in der stadt. dann nur noch 10 stunden pro woche. das bedeutet, viel freie zeit. viel zeit zu füllen.

manche menschen arbeiten viel zu viel. und sie haben keine freie zeit. ich habe viel freie zeit. eigentlich finde ich das wunderbar. und gleichzeitig bekomme ich angst...
... vor langeweile.
... vor sinnlosigkeit und leere
... vor verbitterung
... vor minderwertikeitsgefühlen
... vor bewegungslosigkeit
... und davor, in der früh nicht aufstehen zu wollen

diese sorgen kommen schleichend. von allen seiten.

immer DIE eine frage: "und was wirst du dann machen?"
und ich überlege...
ich weiß es nicht. immer noch nicht.
ich wusste es noch nie... schon als brave schülerin nicht...
es war eine wohltat mich seit september nicht mehr darum zu sorgen, wie es weiter geht. weil es einfach weiter ging. ich bin weiter gegangen.

ich will das wieder so machen. einen schritt nach dem anderen tun. schauen, was sich ergibt.
fotografieren. nähen. auf kinder aufpassen. woofen. in der natur sein. singen. tanzen. authentisch kommunizieren lernen. menschen treffen. für sie da sein. genießen. mit und ohne erwerbsarbeit!

und die sich leise an- und einschleichenden sorgen... einfach links liegen lassen! oder rechts. wo auch immer... die frage angehen. sie beantworten lernen. statt mir zu wünschen, sie nicht zu hören.
vertrauen. auf mich. und meinen weg.

so I am on my way  - from misery to happiness again https://www.youtube.com/watch?v=kHjT-TEqLBs  -  and I don't know wehere I am going https://www.youtube.com/watch?v=46Cfrl7hMoQ 

24.03.2014

be.free.


nicht frei von angst. oder unsicherheit. oder wut. oder trauer. 
diese gefühle gehören gefühlt. sie kommen und gehen. immer wieder. 

nicht frei von einsamkeit. oder mutlosigkeit. oder zweifel. oder erwatungen.
all diese interpretationen entspringen meinem kopf. und versuchen, sich gehör zu verschaffen.

nicht frei sein von meinen gedankenschwaden.
sie bringen eine perspektive ein. meine perspektive. die ich aus meiner geschichte gelernt habe.

frei sein vom anhaften? 
leider bin ich keine buddhistin. ich habe in meinem leben anhaften gelernt. alles, was ich nicht loslassen kann zeigt mir, dass es für mich bedeutung hat. 

was bedeutet dann frei sein eigentlich?!

vielleicht ist frei sein...
... das, was gerade ist - sehen. 
... das, was gerade gefühlt wird - akzeptieren. 
... das, was gedacht und interpretiert wird - ernst nehmen.
und das, an was man anhaftet - zulassen.
und im sehen und akzeptieren und ernst nehmen und zulassen den eigenen weg gehen! 

frei sein von "das sollte jetzt anders sein" "das solltest du aber nicht fühlen" "stell dich nicht so an" gedanken. 
und einfach sein.

21.03.2014

mich zeigen.

es war einmal eine junge frau.
die fühlte sich manchmal wie ein elefant. elefanten sind groß. und stark. und tollpatschig. sie trampeln. und sind gefährlich. 
die junge frau wollte sich nicht wie ein elefant fühlen. nicht groß und stark. nicht gefährlich und tollpatschig.
sie wünschte sich, wie ein schmetterling zu sein. leicht. anmutig. wunderschön. und fliegend.
sie versuchte, jedes mal, wenn sie sich fühlte wie ein elefant - sich in einen schmetterling zu verwandeln. indem sie sich sagte: nimms nicht so schwer. ärger dich nicht. mach dir nicht so viele gedanken. sei zufrieden mit dir, dann wirst du dich leicht und schön und wunderbar fühlen.

doch jeder weiß, dass sich ein elefant nicht in einen schmetterling verwandeln kann... und
es funktionierte auch bei der jungen frau nicht. 

sie wurde immer verbitterter. und frustrierter. sie fand keinen job. keine bleibe. hatte den eindruck festzustecken. wusste nicht, was sie tun wollte und sollte. macht sich viele gedanken über das sollen. und tat nicht so viel außer denken und weinen und strampeln.

und eines tages - ging sie in den wald. dort begegnete sie einer schnecke. sie klagte der schnecke ihr leid. und indem die junge frau ihre geschichte dieser winzigen waldschnecke erzählte - veränderte sich etwas. sie erkannte folgendes:

dies ist mein leben. ganz gleichgültig, was ich tue oder lasse. ich bin die person, die mein leben lebt. ich muss niemanden gerecht werden. nur mir selbst.
ich kann nicht darauf warten, von außen erfüllt zu werden. ich muss mich selbst füllen.
wenn ich die augen zumache, spüre ich, dass in mir alles lebt. und ich in bewegung bin. 

die junge frau kehrte gestärkt mit dieser erkenntnis aus dem wald zurück.
und sie machte sich auf. auf ihren weg.
indem sie einen schritt nach dem anderen tat. mal langsam. mal schnell.
fotografierend. bildend. punsch ausschenckend. nähend. spielend. ruhend.
mal mit ziel. mal ohne.
leicht und schwer. anmutig und gefährlich.
in ihrem tempo. bis zum meer. und zurück.

und so geht sie heute noch. 

voll.

mein kopf ist voll. als hätt ich die nacht durchgedacht.
so vieles passiert. jeden tag.
grundsatzdiskussionen über demokratie. bei dem job der gerade erst begonnen hat und gleich wieder vorbei ist.
in die wohnung gehen. hab und gut zusammenpacken.
sich für hochzeiten und für den frühling einkleiden. das einkleiden und verkleiden macht mir nur manchmal freude...
ein großes fest organisieren.
und sich zeigen. mich zeigen. auf der bühne. morgen.
mit meinen gedanken. und meinen bildern.
darum ist mein kopf gedankenvoll....

19.03.2014

wertschätzung und lob

"Wertschätzung ist unserer Meinung nach eine Art zu feiern, was eine Person gesagt oder getan hat, um Bedürfnisse zu erfüllen.
Dies geschieht, indem man der Person sagt, wie sie einen Beitrag geleistet hat.
Zur Wertschätzung in der GFK gehören eine Beobachtung, ein "schönes" Gefühl und ein erfülltes Bedürfnis.
Meist ist sie sowohl für den, der Wertschätzung erhält, als auch für den, der sie gibt, sehr zufriedenstellend.
Anerkennung, Lob und Komplimente sind eine Form von Belohnungen, die auf dem Gedanken basieren, es gäbe Richtig unf Falsch, Gut und Schlecht, Normal oder Unnormal.
Diese Belohnungen beinhalten Urteile und können ein - häufig zehrendes Bedürfnis bestärken, von anderen gemocht zu werden. So können sie dazu beitragen, dass Menschen ihren eigenen Willen gewaltsam unterdrücken, um den anderer zu erfüllen. (...)
Lob oder Anerkennung basieren auf unserer eigenen Auffassung darüber, wie man "richtig" handeln sollte, und wir maßen uns an, als Richter aufzutreten.
Selbst wenn das - wie in diesem fall - positiv gemeint ist, ist es dennoch eine Beurteilung auf der Basis der Kategorien Richtig und Falsch.
Viele Menschen scheinen es sich zur Aufgabe gemacht zu haben, das Selbstvertrauen anderer aufzubauen, indem sie ihnen sagen, wie tüchtig, toll, begabt oder liebenswert sie sind.
Das Risiko dieser Art von Beurteilung durch andere ist, dass man - statt Akzeptanz, Liebe oder Respekt für sich selbst zu fühlen
- mehr oder weniger abhängig von der Anerkennung wird, um sich gut zu fühlen.

Vielleicht beginnt man sich selbst die Forderung zu stellen, diesen Beurteilungen stets gerecht zu werden: Man fordert von sich selbst, immer "clever", "nett", oder "intelligent" zu sein.
Anforderungen, die schnell überfordern und vielleicht zur Selbstverachtung führen, wenn man sie nicht erfüllt."
aus: Larsson, Liv/ Hoffmann, Katharina: 42 Schlüsselunterscheidungen in der GFK

17.03.2014

erwartungshaufen

erwartungshaltungen. von menschen. und menschen rundherum. und dann noch meine.
ich empfinde sie. stark. als vorgabe. und einschränkung.

durchdenken. abklären. benennnen. im kopf behalten.

und der grund? ich habe gelernt, dass liebe bedeutet, die erwartungen der anderen zu erfüllen. erfüllen müssen.
und ich merke, dass mir diese definition von liebe nicht gefälllt. weil sie mich nicht erfüllt.
und gleichzeitig entspricht sie wirklich meinen erwartungen.... diese erkenntnis stimmt mich nachdenklich. und verursacht ein ziehen im bauch.
das einhalten dieser definition fordere ich ein. lautstark.

liebe ist etwas anderes. sagt mein herz. und mein bauch.
sowas wie ganz da sein. mit jemandem. auf augenhöhe. auf seelenhöhe. mit allem was ist. und nicht ist.

aber wie kriege ich sie aus meinem blick - die erwartungen? und wie lasse ich sie wieder los?
zulassen ist loslassen...
oder noch mal dahinter schauen?! ich schau gern dahinter :-)

hinter meiner sensibilität gegenüber erwartungen steht die angst, sie nicht zu erfüllen bzw. nicht erfüllt zu bekommen. und dadurch scham zu empfinden. und depressionsgefühle. und wut. und traurigkeit. und mit selbstvorwürfen umzugehen. und mit "du bist nicht gut genug" gedanken. und "ich hätte das besser machen sollen" gedanken. und im schlimmsten fall mit einsamkeit. und nicht geliebt werden.
und dahinter steht das bedürfnis nach wertschätzung. und nähe. und kontakt. und verbundenheit.
die erwatungen anderer zu erfüllen erkenne ich als eine meiner strategien, um mir bestimmte bedürfnisse zu erfüllen. diese strategie nimmt viel energie von mir. weil sie vor allen von meinem kopf ausgeht.
mein körper schlägt eine andere strategie vor! atmen. mich spüren. vertrauen. und einfach tun, was freude bereitet...

11.03.2014

vertrauen.

ich bin gut darin, vorsichtig zu sein.
und umsichtig.
und rücksichtsvoll.
das alles habe ich mir gut beigebracht. es fällt mir leicht, auf mich und auf andere aufzupassen.
gefahren zu erkennen. und warnungen auszusprechen.
und.
schön langsam sehe ich, dass ich mich dort am lebendigsten fühle, wo ich diese vorsichtigen, umsichtigen, rücksichtsvollen gedanken weglassen kann. wo ich einfach sein kann. ohne sorgen. ohne zweifel. ohne kritik.
meinem bauch nach.

ich will lieber eintauchen. und von klippen springen.
will meine ängste zu wegweisern werden lassen. sie angehen statt ihnen aus dem weg zu gehen.

07.03.2014







Ein Luftgänger ist ein Mensch, der nur auf sein Herz hört. 
Er gehorcht nichts und niemandem auf der Welt. 
Ein Luftgänger tut, was er will. 
Der Luftgänger hat vor nichts und niemandem Angst. 
Vor allem nicht vor sich selbst. 
Und weil er keine Angst hat und immer auf sein Herz hört, 
kann er durch die Lüfte gehen. 
Robert Schneider

06.03.2014

meine projekte :-)

* einblicke (fotos ausstellen)
* spielraum (mit kindern spielen - offene fragen: wo? mit welcher ausbildung?)
* nähstube (gemeinsame nährunden und nähprojekte)
* maybe life is a box of chocolate (bedürfnisorientierte kommunkations übungs gruppen)
* dahinter schauen (empathisches argumentationstraining gegen stammtischparolen)
* share your living room (raum für unbegleitete minderjährige schutzsuchende)
* pilgern und ernten (viel zu fuß gehen und woofen)

03.03.2014

spielen.


Spielen heißt, immer etwas mit seinem ganzen Wesen erleben, und das ist ja gerade das, was die Schule den Kindern nicht ermöglicht. Kinder sollen das Leben ernst nehmen, sagt man, aber gerade das Spielen sollte ernst genommen werden. Das Spielen ist ja das, was alle Fähigkeiten beansprucht und alle Fähigkeiten entwickelt. Dadurch kommt man zu sich selbst, was anderes braucht man nicht. Das sollte eigentlich die Grundlage im Leben eines jeden Kindes sein: Tanzen, Musizieren, Malen. Alles andere kommt dann von selbst hinzu.  Diese sogenannten Nebenfächer, die sollten die Hauptbeschäftigung von Kindern sein, dann wären sie erfüllte Menschen, die zu allem fähig sind. (Arno Stern, http://www.alphabet-derfilm.at/)

Spielen ist zweckfrei, geschieht um seiner selbst willen, ist freiwillig, besitzt einen inhärenten Reiz, ist frei von zeitlichen Einschränkungen, vermindert die Selbstaufmerksamkeit, (verminderte Selbstaufmerksamkeit: Aufmerksamkeit bei dem, was man tut, vergisst Zeit und sich selbst; Flow, Zustand ist ideal für Kreativität und das Lernen neuer Fähigkeiten) bietet Möglichkeiten zur Improvisation, beinhaltet den Wunsch weiterzumachen. Kurz: Wir spielen, weil es Spaß macht. (Stuart Brown)

02.03.2014

dürfen.




groß. und stark. gleichzeitig leise. und schüchtern.

nicht passen. schon gar nicht in ein fertiges bild.
das bild selbst gestalten. und manchmal dabei fotografieren.

gehen. gemeinsam. allein.
durch die stadt. in den wald. ans meer. ins meer. oliven ernten. pilgern.

mal schnell. mal langsam.
und bleiben.
punsch ausschenkend. auf kinder aufpassend. bildungsarbeitend.
gestalten. und nähen.
die bedürfnisse im blick.
lieben.
unendlich viel zeit mit kindern verbringen. und von ihnen lernen!
das leben leben. weil es meines ist. ganz gleich und gültig tun, was zu tun ist.
genießen.
dürfen.
mit und ohne erwerbsarbeit.
der inneren stimme das wort geben.
durch die lüfte gehen.
und wachsen.