02.04.2014

Eine Vision


Alle Schüler(innen), Lehrpersonen und Eltern bestätigen, dass Gewalt an dieser Schule nicht vorkommt. Vielleicht liegt es daran, dass die Lernenden zu nichts gezwungen werden und sie ihren Schultag frei planen und gestalten können.
Die Schul- und Lebensphilosophie: Miteinander und voneinander lernen. Das lernen, wozu man gerade Lust hat. Zeit haben, sich selber, andere und die Umwelt wahrzunehmen. Stressfrei.
Freude am Wissenwollen und Neugierde führen dazu, dass am Ende der Schulzeit alle lesen, schreiben, rechnen können. Sie lernen es auf die Art, die ihnen entspricht. Vor allem aber wissen alle, was Selbstbestimmtheit, Selbstständigkeit, Glücklichsein und Freude heisst.
Mehr Infos zur Villa Monte: Wo Schüler machen was sie wollen

31.03.2014

Share your livingroom!


Auf der Suche nach einer Erwerbsarbeit kommt mir meine Projektidee wieder in den Sinn :-) Sie geht so:

In Wien gibt es viele Menschen, die in Wohnungen leben, in denen Zimmer frei sind. Weil jemand aus- oder umgezogen ist. Oder weil jemand verstorben ist. Oder weil man einfach in einer großen Wohnung oder in einem Haus lebt.

Und gleichzeitig suchen junge unbegleitete minderjährige Flüchtlinge ein zu Hause. Sie sind alleine aus Ländern wie Guinea oder Afghanistan nach Österreich gekommen, um hier Schutz zu finden.
Nach einem Erstaufnahmegespräch (z. Bsp. in Traiskirchen) werden sie nach einiger Zeit (manchmal gleich- manchmal später) in WGs untergebracht und relativ gut betreut. Ab dem Zeitpunkt ihrer Volljährigkeit müssen sie ausziehen - zum Beispiel in ein Asylheim, weil ihnen nur eine geringe Summe Geld für Miete und Verpflegung zur Verfügung steht.

Wie wäre es, wenn diese jungen Asylwerber/innen in leer stehende Zimmer einziehen könnten?

Natürlich wäre das nicht nur einfach. Neben sprachlichen Barrieren gibt es sicher auch "kulturelle". Aber wäre es nicht gleichzeitig auch wunderbar Wohnraum zu teilen? Die Frage ist, ob denn Menschen Interesse daran hätten, mit jungen Asylwerber/innen ihr Heim zu teilen... Das muss ich heraus finden :-)

I am on my way...

bald ist es vorbei mit der erwerbsarbeit. noch ein monat im büro mitten in der stadt. dann nur noch 10 stunden pro woche. das bedeutet, viel freie zeit. viel zeit zu füllen.

manche menschen arbeiten viel zu viel. und sie haben keine freie zeit. ich habe viel freie zeit. eigentlich finde ich das wunderbar. und gleichzeitig bekomme ich angst...
... vor langeweile.
... vor sinnlosigkeit und leere
... vor verbitterung
... vor minderwertikeitsgefühlen
... vor bewegungslosigkeit
... und davor, in der früh nicht aufstehen zu wollen

diese sorgen kommen schleichend. von allen seiten.

immer DIE eine frage: "und was wirst du dann machen?"
und ich überlege...
ich weiß es nicht. immer noch nicht.
ich wusste es noch nie... schon als brave schülerin nicht...
es war eine wohltat mich seit september nicht mehr darum zu sorgen, wie es weiter geht. weil es einfach weiter ging. ich bin weiter gegangen.

ich will das wieder so machen. einen schritt nach dem anderen tun. schauen, was sich ergibt.
fotografieren. nähen. auf kinder aufpassen. woofen. in der natur sein. singen. tanzen. authentisch kommunizieren lernen. menschen treffen. für sie da sein. genießen. mit und ohne erwerbsarbeit!

und die sich leise an- und einschleichenden sorgen... einfach links liegen lassen! oder rechts. wo auch immer... die frage angehen. sie beantworten lernen. statt mir zu wünschen, sie nicht zu hören.
vertrauen. auf mich. und meinen weg.

so I am on my way  - from misery to happiness again https://www.youtube.com/watch?v=kHjT-TEqLBs  -  and I don't know wehere I am going https://www.youtube.com/watch?v=46Cfrl7hMoQ 

24.03.2014

be.free.


nicht frei von angst. oder unsicherheit. oder wut. oder trauer. 
diese gefühle gehören gefühlt. sie kommen und gehen. immer wieder. 

nicht frei von einsamkeit. oder mutlosigkeit. oder zweifel. oder erwatungen.
all diese interpretationen entspringen meinem kopf. und versuchen, sich gehör zu verschaffen.

nicht frei sein von meinen gedankenschwaden.
sie bringen eine perspektive ein. meine perspektive. die ich aus meiner geschichte gelernt habe.

frei sein vom anhaften? 
leider bin ich keine buddhistin. ich habe in meinem leben anhaften gelernt. alles, was ich nicht loslassen kann zeigt mir, dass es für mich bedeutung hat. 

was bedeutet dann frei sein eigentlich?!

vielleicht ist frei sein...
... das, was gerade ist - sehen. 
... das, was gerade gefühlt wird - akzeptieren. 
... das, was gedacht und interpretiert wird - ernst nehmen.
und das, an was man anhaftet - zulassen.
und im sehen und akzeptieren und ernst nehmen und zulassen den eigenen weg gehen! 

frei sein von "das sollte jetzt anders sein" "das solltest du aber nicht fühlen" "stell dich nicht so an" gedanken. 
und einfach sein.

21.03.2014

mich zeigen.

es war einmal eine junge frau.
die fühlte sich manchmal wie ein elefant. elefanten sind groß. und stark. und tollpatschig. sie trampeln. und sind gefährlich. 
die junge frau wollte sich nicht wie ein elefant fühlen. nicht groß und stark. nicht gefährlich und tollpatschig.
sie wünschte sich, wie ein schmetterling zu sein. leicht. anmutig. wunderschön. und fliegend.
sie versuchte, jedes mal, wenn sie sich fühlte wie ein elefant - sich in einen schmetterling zu verwandeln. indem sie sich sagte: nimms nicht so schwer. ärger dich nicht. mach dir nicht so viele gedanken. sei zufrieden mit dir, dann wirst du dich leicht und schön und wunderbar fühlen.

doch jeder weiß, dass sich ein elefant nicht in einen schmetterling verwandeln kann... und
es funktionierte auch bei der jungen frau nicht. 

sie wurde immer verbitterter. und frustrierter. sie fand keinen job. keine bleibe. hatte den eindruck festzustecken. wusste nicht, was sie tun wollte und sollte. macht sich viele gedanken über das sollen. und tat nicht so viel außer denken und weinen und strampeln.

und eines tages - ging sie in den wald. dort begegnete sie einer schnecke. sie klagte der schnecke ihr leid. und indem die junge frau ihre geschichte dieser winzigen waldschnecke erzählte - veränderte sich etwas. sie erkannte folgendes:

dies ist mein leben. ganz gleichgültig, was ich tue oder lasse. ich bin die person, die mein leben lebt. ich muss niemanden gerecht werden. nur mir selbst.
ich kann nicht darauf warten, von außen erfüllt zu werden. ich muss mich selbst füllen.
wenn ich die augen zumache, spüre ich, dass in mir alles lebt. und ich in bewegung bin. 

die junge frau kehrte gestärkt mit dieser erkenntnis aus dem wald zurück.
und sie machte sich auf. auf ihren weg.
indem sie einen schritt nach dem anderen tat. mal langsam. mal schnell.
fotografierend. bildend. punsch ausschenckend. nähend. spielend. ruhend.
mal mit ziel. mal ohne.
leicht und schwer. anmutig und gefährlich.
in ihrem tempo. bis zum meer. und zurück.

und so geht sie heute noch. 

voll.

mein kopf ist voll. als hätt ich die nacht durchgedacht.
so vieles passiert. jeden tag.
grundsatzdiskussionen über demokratie. bei dem job der gerade erst begonnen hat und gleich wieder vorbei ist.
in die wohnung gehen. hab und gut zusammenpacken.
sich für hochzeiten und für den frühling einkleiden. das einkleiden und verkleiden macht mir nur manchmal freude...
ein großes fest organisieren.
und sich zeigen. mich zeigen. auf der bühne. morgen.
mit meinen gedanken. und meinen bildern.
darum ist mein kopf gedankenvoll....

19.03.2014

wertschätzung und lob

"Wertschätzung ist unserer Meinung nach eine Art zu feiern, was eine Person gesagt oder getan hat, um Bedürfnisse zu erfüllen.
Dies geschieht, indem man der Person sagt, wie sie einen Beitrag geleistet hat.
Zur Wertschätzung in der GFK gehören eine Beobachtung, ein "schönes" Gefühl und ein erfülltes Bedürfnis.
Meist ist sie sowohl für den, der Wertschätzung erhält, als auch für den, der sie gibt, sehr zufriedenstellend.
Anerkennung, Lob und Komplimente sind eine Form von Belohnungen, die auf dem Gedanken basieren, es gäbe Richtig unf Falsch, Gut und Schlecht, Normal oder Unnormal.
Diese Belohnungen beinhalten Urteile und können ein - häufig zehrendes Bedürfnis bestärken, von anderen gemocht zu werden. So können sie dazu beitragen, dass Menschen ihren eigenen Willen gewaltsam unterdrücken, um den anderer zu erfüllen. (...)
Lob oder Anerkennung basieren auf unserer eigenen Auffassung darüber, wie man "richtig" handeln sollte, und wir maßen uns an, als Richter aufzutreten.
Selbst wenn das - wie in diesem fall - positiv gemeint ist, ist es dennoch eine Beurteilung auf der Basis der Kategorien Richtig und Falsch.
Viele Menschen scheinen es sich zur Aufgabe gemacht zu haben, das Selbstvertrauen anderer aufzubauen, indem sie ihnen sagen, wie tüchtig, toll, begabt oder liebenswert sie sind.
Das Risiko dieser Art von Beurteilung durch andere ist, dass man - statt Akzeptanz, Liebe oder Respekt für sich selbst zu fühlen
- mehr oder weniger abhängig von der Anerkennung wird, um sich gut zu fühlen.

Vielleicht beginnt man sich selbst die Forderung zu stellen, diesen Beurteilungen stets gerecht zu werden: Man fordert von sich selbst, immer "clever", "nett", oder "intelligent" zu sein.
Anforderungen, die schnell überfordern und vielleicht zur Selbstverachtung führen, wenn man sie nicht erfüllt."
aus: Larsson, Liv/ Hoffmann, Katharina: 42 Schlüsselunterscheidungen in der GFK

17.03.2014

erwartungshaufen

erwartungshaltungen. von menschen. und menschen rundherum. und dann noch meine.
ich empfinde sie. stark. als vorgabe. und einschränkung.

durchdenken. abklären. benennnen. im kopf behalten.

und der grund? ich habe gelernt, dass liebe bedeutet, die erwartungen der anderen zu erfüllen. erfüllen müssen.
und ich merke, dass mir diese definition von liebe nicht gefälllt. weil sie mich nicht erfüllt.
und gleichzeitig entspricht sie wirklich meinen erwartungen.... diese erkenntnis stimmt mich nachdenklich. und verursacht ein ziehen im bauch.
das einhalten dieser definition fordere ich ein. lautstark.

liebe ist etwas anderes. sagt mein herz. und mein bauch.
sowas wie ganz da sein. mit jemandem. auf augenhöhe. auf seelenhöhe. mit allem was ist. und nicht ist.

aber wie kriege ich sie aus meinem blick - die erwartungen? und wie lasse ich sie wieder los?
zulassen ist loslassen...
oder noch mal dahinter schauen?! ich schau gern dahinter :-)

hinter meiner sensibilität gegenüber erwartungen steht die angst, sie nicht zu erfüllen bzw. nicht erfüllt zu bekommen. und dadurch scham zu empfinden. und depressionsgefühle. und wut. und traurigkeit. und mit selbstvorwürfen umzugehen. und mit "du bist nicht gut genug" gedanken. und "ich hätte das besser machen sollen" gedanken. und im schlimmsten fall mit einsamkeit. und nicht geliebt werden.
und dahinter steht das bedürfnis nach wertschätzung. und nähe. und kontakt. und verbundenheit.
die erwatungen anderer zu erfüllen erkenne ich als eine meiner strategien, um mir bestimmte bedürfnisse zu erfüllen. diese strategie nimmt viel energie von mir. weil sie vor allen von meinem kopf ausgeht.
mein körper schlägt eine andere strategie vor! atmen. mich spüren. vertrauen. und einfach tun, was freude bereitet...

11.03.2014

vertrauen.

ich bin gut darin, vorsichtig zu sein.
und umsichtig.
und rücksichtsvoll.
das alles habe ich mir gut beigebracht. es fällt mir leicht, auf mich und auf andere aufzupassen.
gefahren zu erkennen. und warnungen auszusprechen.
und.
schön langsam sehe ich, dass ich mich dort am lebendigsten fühle, wo ich diese vorsichtigen, umsichtigen, rücksichtsvollen gedanken weglassen kann. wo ich einfach sein kann. ohne sorgen. ohne zweifel. ohne kritik.
meinem bauch nach.

ich will lieber eintauchen. und von klippen springen.
will meine ängste zu wegweisern werden lassen. sie angehen statt ihnen aus dem weg zu gehen.

07.03.2014







Ein Luftgänger ist ein Mensch, der nur auf sein Herz hört. 
Er gehorcht nichts und niemandem auf der Welt. 
Ein Luftgänger tut, was er will. 
Der Luftgänger hat vor nichts und niemandem Angst. 
Vor allem nicht vor sich selbst. 
Und weil er keine Angst hat und immer auf sein Herz hört, 
kann er durch die Lüfte gehen. 
Robert Schneider

06.03.2014

meine projekte :-)

* einblicke (fotos ausstellen)
* spielraum (mit kindern spielen - offene fragen: wo? mit welcher ausbildung?)
* nähstube (gemeinsame nährunden und nähprojekte)
* maybe life is a box of chocolate (bedürfnisorientierte kommunkations übungs gruppen)
* dahinter schauen (empathisches argumentationstraining gegen stammtischparolen)
* share your living room (raum für unbegleitete minderjährige schutzsuchende)
* pilgern und ernten (viel zu fuß gehen und woofen)

03.03.2014

spielen.


Spielen heißt, immer etwas mit seinem ganzen Wesen erleben, und das ist ja gerade das, was die Schule den Kindern nicht ermöglicht. Kinder sollen das Leben ernst nehmen, sagt man, aber gerade das Spielen sollte ernst genommen werden. Das Spielen ist ja das, was alle Fähigkeiten beansprucht und alle Fähigkeiten entwickelt. Dadurch kommt man zu sich selbst, was anderes braucht man nicht. Das sollte eigentlich die Grundlage im Leben eines jeden Kindes sein: Tanzen, Musizieren, Malen. Alles andere kommt dann von selbst hinzu.  Diese sogenannten Nebenfächer, die sollten die Hauptbeschäftigung von Kindern sein, dann wären sie erfüllte Menschen, die zu allem fähig sind. (Arno Stern, http://www.alphabet-derfilm.at/)

Spielen ist zweckfrei, geschieht um seiner selbst willen, ist freiwillig, besitzt einen inhärenten Reiz, ist frei von zeitlichen Einschränkungen, vermindert die Selbstaufmerksamkeit, (verminderte Selbstaufmerksamkeit: Aufmerksamkeit bei dem, was man tut, vergisst Zeit und sich selbst; Flow, Zustand ist ideal für Kreativität und das Lernen neuer Fähigkeiten) bietet Möglichkeiten zur Improvisation, beinhaltet den Wunsch weiterzumachen. Kurz: Wir spielen, weil es Spaß macht. (Stuart Brown)

02.03.2014

dürfen.




groß. und stark. gleichzeitig leise. und schüchtern.

nicht passen. schon gar nicht in ein fertiges bild.
das bild selbst gestalten. und manchmal dabei fotografieren.

gehen. gemeinsam. allein.
durch die stadt. in den wald. ans meer. ins meer. oliven ernten. pilgern.

mal schnell. mal langsam.
und bleiben.
punsch ausschenkend. auf kinder aufpassend. bildungsarbeitend.
gestalten. und nähen.
die bedürfnisse im blick.
lieben.
unendlich viel zeit mit kindern verbringen. und von ihnen lernen!
das leben leben. weil es meines ist. ganz gleich und gültig tun, was zu tun ist.
genießen.
dürfen.
mit und ohne erwerbsarbeit.
der inneren stimme das wort geben.
durch die lüfte gehen.
und wachsen.

25.11.2013

wieder mal gedanken zu meiner lebendigkeit...


... gehen. reisen. entdecken. fotografieren. (schnecke)

... spielen. unterstützen. bedürfnisorientiert kommunizieren. dahinter schauen. bilden. (schmetterling)

... bewegen. mit dem körper arbeiten. natur. groß und stark sein. (elefant)

umsetzung...
... Lebensraum für Schutzsuchende: Raum der Potenzialentfaltung für junge Menschen: Ein gemütlicher Raum in Wien.

... gewaltfreie Kommunikation - Argumentation gegen Stammtischparolen, Konflikte, Kindergärten, Schulen

... Kindergarten/Kindergruppe gründen

15.10.2013

einige gaben:
- sehen. vorsicht. umsicht. rücksicht. empathisch sein. auf andere schauen. aufpassen. über den tellerrand blicken. zusammenhänge.
- authentisch sein. masken zerreißen. dahinter schauen. in die tiefe gehen. erkennen. zeigen.
schatten: gefahr, stecken zu bleiben.
 
ich spüre lebendigkeit wenn ich:
- in bewegung bin. nicht zu sehr in meinem kopf ruhe.
- reise. in ein mir unbekanntes gebiet. neues kennen lerne. an mir. an freundinnen. an umgebungen.
- meine angst angehe, indem ich sie als wegweiser verwende. und mich nicht verstecke oder verkrieche.

ich mach mich auf die reise. und will fully alive sein. die gedanken über "was soll ich tun" lassen. einfach gehen. und sehen. und inspiration tanken. und ernten.


"Man muss den Dingen
die eigene, stille
ungestörte Entwicklung lassen,
die tief von innen kommt
und durch nichts gedrängt
oder beschleunigt werden kann,
alles ist austragen – und
dann gebären…
Reifen wie der Baum,
der seine Säfte nicht drängt
und getrost in den Stürmen des Frühlings steht,
ohne Angst,
dass dahinter kein Sommer
kommen könnte.
Er kommt doch!
Aber er kommt nur zu den Geduldigen,
die da sind, als ob die Ewigkeit
vor ihnen läge,
so sorglos, still und weit…
Man muss Geduld haben
Mit dem Ungelösten im Herzen,
und versuchen, die Fragen selber lieb zu haben,
wie verschlossene Stuben,
und wie Bücher, die in einer sehr fremden Sprache
geschrieben sind.
Es handelt sich darum, alles zu leben.
Wenn man die Fragen lebt, lebt man vielleicht allmählich,
ohne es zu merken,
eines fremden Tages
in die Antworten hinein.”
- Rainer Maria Rilke

14.10.2013

Vom Fun Fighting, bedauern und lebendig sein!




"In 20 Jahren wirst du aher darüber enttäuscht sein, was du nicht gemacht hast, als was du gemacht hast. Hole den Anker ein und segle hinaus aus dem sicheren Hafen. Erforsche, träume, entdecke." Mark Twain

Das Buch "Don't be nice - be real" inspiriert mich. Hier einige Gedanken, die ich mir mitnehmen will:

Respekt kann nicht eingefordert werden.  Liebe bedeutet Nähe geben, wenn das Bedürfnis nach Nähe da ist. Bedürfnisse stehen nie in Konlikt miteinander. Wenn man sich unterdrückt fühlt ist es hilfreich, mit der eigenen Angst empathisch umzugehen.

Nur dann streiten, wenn man will. Nicht streiten, wenn es sich zu mühsam anfühlt. Folgende Fun Fighting Regeln beachten:

* Immer auf das eigene Körpergefühl und auf die eigenen Gefühle achten. Wenn der Kopf zu laut ist, atmen, Augen schließen und in den Körper spüren. Dann kann die Energie vom Kopf in den Körper wandern und die Verurteilungen beenden und Heilung ermöglichen.
* Empathisch sein bedeutet ganz im Moment beim Gegenüber sein. Wenn du nicht empathisch sein kannst - sei ehrlich.
* Nie die Realität in Frage stellen mit Aussagen wie "Nein, so ist das nicht."
* Nie streiten, wenn es keinen Spaß macht!
* Auszeiten nehmen wenn man sie braucht.
* Die Wörter "aber", "sollen" und "müssen" weglassen.
* Entschuldigungen verstärken Schuldgedanken und ein schlechtes Gewissen.
*Die Frage "Warum?" weglassen, weil sie die Energie in den Kopf lenkt. Stattdessen fragen: "Spürst du XX weil du YY?"

Vergeben kann nicht passieren, ohne zu bedauern. Bedauern ist also gut und sinnvoll. Bedauern statt entschuldigen. "Was feierst du? Was bedauerst du?"
Präsenz ist heilend.
"if you are hearing whining, you are listening with a closed heart. open your heart and you will hear fear and pain mixed together" ... "all communication is either an SOS or a care package, a please or a thank you, a need of offering or an offering to meet a need." Kelly Bryson

Eifersüchtige Gedanken sind Zeichen dafür, dass man selbst nicht nach allem fragt, was einen erfüllt ("judgment and analysis of others are dissociated expressions of our own wants"). Folgende Übung kann helfen: Schreib auf, wen oder was du beneidest, welche Bedürfnisse dabei erfüllt werden würden und wie du dort hin kommst.

Die Phrasen "Ich sollte" oder "Ich hätte sollen" lösen Widerstand und nicht Motivation aus!

Wie man lebendig bleibt:

* Selbstempathisch sein.
* Sich nicht selbst belohnen.
* Vergleichende Gedanken beenden, sobald sie auftauchen. Bedürfnisse dahinter sehen.
* In einer Gemeinschaft leben.

13.10.2013

angst oder liebe



Fear is the opposite of love. For me love is an action, not a psychological state. It is not an emotion that I can whip out on demand. So for me to love someone I was previosly thinking of as an enemy, I need to understand and have empathy for whatever is going on in her behind her actions  that I have found disturbing. I must vanish the enemy images in my head before my heart can open to the truth of human being in front of me. To do this I must get conscious of the needs in my own body underneath the enemy images (like terrorist, evil person, attacker, insensitive, violent, unconscious person) in my head. Kelly Bryson  

03.10.2013

only do things for yourself!

Wir lernen, dass Kompromisse die beste Alternative sind weil wir Angst vor Konflikten haben:
In cultures like ours, authority figures often think that it is their job to teach us right from wrong, appropriate from inappropriate. Sadly, what we learn is to to disassociate from our feelings and needs, and express ourselves in judgemental terms about what is wrong with other people. 
Ee learn to say "You are rude" instead of "I am feeling distracted, could you lower your voice so I can hear the movie?" 
Instead of gaining suceessful experiences of asserting our needs and getting what we want, we collect painful experiences. We ask for what we want in the only way we have been taught, through moralistic judgements of others, which gets pervieved as an attack and provokes a counterattack. Then we not only don't get what we want, we end up feeling fear, shame and guilt. 
No wonder we learn to stop expressing ourselves early in life. We get so wounded by others' reactions to how we have learned to express our needs that we shut down. We learn "If you are going to get along you have to go along." 
This fear of not getting along with others is a primary driving force for the niceneck. This is because nicenecks are terrified of being abandoned by others or being isolated from the group... to a niceneck it would be rude to tell a truth that might trigger discomofort for someone or to acknowledge that there is an elephant in the living room. 
You have heard the old saying "If you can't say something nice, better to say nothing at all." I have a new one: If you are going to say something nice better not to say anything at all." Kelly Bryson

Wir hören oft "Rede nicht zurück, wenn ich etwas sage" und lernen so, uns zurück zu halten.

Gründe, warum wir nicht sagen, was wir brauchen/fühlen können folgende sein:
* Die Angst, anderen weh zu tun.
* Ein fehlendes Bewusstsein, dass man reden darf wenn man will.
* Die Angst vor der eigenen Reaktion wenn ein "nein" kommt.

Sich Folgendes zu sagen hilft, um sich selbst zu stärken:
- Ich komme immer zuerst;
- Ich muss nicht zuhören und nicht antworten, weil ich nicht vor Gericht bin;
- Alle bedürfnisse sind Geschenke an andere und ich darf meine eigenen Bedürfnisse wie Geschenke vom Weihnachtsmann präsentieren;
- Menschen leiden. Immer wieder. Auch die Menschen, die man liebt, leiden. Man selbst ist nicht daran Schuld.
- Befriedige nie die Bedürfnisse anderer auf Kosten deiner eigenen Bedrüfnsse!
- Wenn du brav und nett bist bekommst du keinen Respekt sondern Misstrauen.
- Tu nie etwas um jemanden davor zu bewahren auszuflippen (außer ein Baby).
- Gib niemanden die Macht in dir eine Einwilligung oder Rebellion auszulösen

Wir brauchen ehrliches Feedback, wie wir auf andere wirken
Wenn wir aus Pflichtgefühl oder Schuld geben, fordern wir Wertschätzung, weil wir keine Wertschätzung von uns aus bekommen. Wir sind dann nachtragend. Und bekommen gleichzteitig die Wertschätzung nicht, weil wir sie einfordern und weil es sich nicht sehr wertschätzend anfühlt, etwas aus einem Pflichtgefühl heraus zu bekommen. Wenn man so Wertschätzung gibt, kommt eventuell Ärger zurück weil man sich denkt "Es wurde ja auch Zeit".

Viele haben gelernt, dass sie ihre Pflicht erfüllen müssen, um Liebe zu bekommen  -> Wir brauchen Mitgefühl für unsere Verbitterung und Selbstaufopferung! Wichtig ist auf das zu schauen, was uns dazu veranlasst hat sich, selbst hinzugeben:
"People often try to buy another's love through giving. They may be afraid of being jugded as selfish or irresponsible if they do not do their duty. They may act from an uncounscious conformity to "do the right thing"

Wir nehmen an, anderen weh tun zu können. Wir trainieren diese Annahme ständig mit Selbstzweifeln wie "Ohje er ist wütend, was hab ich falsch gemacht?" Diese Annahmen vergessen den Unterschied zwischen Auslöser und Ursache. Etwas triggerd Schmerz.
Wir haben gelernt, unsere Bedürfnisse aufzugeben, wenn die andere Person traurig ist. Wir haben Angst vor dem Schuldgefühl, wenn wir "nein" sagen weil wir glauben, die anderen befriedigen zu müssen. Die Folge: "So much loving nurturing is missed because of these duty-bound, guilt created beleifs. So much isolation, loneliness, distance and skin hunger are suffered because we think we are responsible for the other's needs. This is a result of the fear based, duty driven culture."
This fear of being held responsible makes it scary to even start to respond to others' or even our own needs. The moment someone thinks that they have the power to psychologically hurt or cause someone else's feelings, they enter into an ego maze of control struggles. To the degree I believe I can hurt your feelings, I live in the fear of guilt. I will begin to build resentment.
Liebe ist nicht nur geben. Nur geben macht kaputt.
"Never do anything for other life forms. Only do things for yourself, for the joy of giving. That way any appreciation that comes back to you is icing."
Wir könnten mehr Mitgefühlsspiele spielen mit den Fragen "Whose needs what to be nurtured? How can I make life more wonderful for you? Here is how you can make life more wonderful for me!"

Hilfreiche Phrasen:
Kannst du mir sagen ob du Lust hättest ...
Kannst du mir sagen was du gehört hast, von dem was ich gesagt habe?
Wie gehts dir mit dem was ich gesagt habe? Welche Gefühle löst es in dir aus?
Wenn ich bemerke was ich fühle (ich fühle mich einsam), kann ich herausfinden was ich brauche (Gesellschaft) und dann gibt es die Möglichkeit, dass meine Bedürfnisse erfüllt werden.

Jede erfolgreiche Beziehung beginnt mit der inneren Aufmerksamkeit - erkenne dich selbst! Wenn ich darauf schaue, auf was meine Partnerin reagiert, fühlt, braucht und worum sie bittet entsteht eine ganz andere Energie und Dynamik.
Stärke die Fähigkeit vom und zum Herzen zu hören.

Hinter der Strategie "richtig" zu liegen liegt das Bedürfnis nach Sicherheit und Vorhersehbarkeit;
Wir haben Angst vor der Reaktion, die dieses nicht richtig sein auslösen kann (Bestrafungen wie gemieden werden, Liebesentzug, fehlen von Belohnung, körperliche Sanktionen): die meisten Menschen in einer richtig/falsch Gesellschaft sind sehr wachsam, um sich davor zu schützen als böse oder schlecht angesehen zu werden und nicht gemieden, attackiert, bestraft, beschuldigt oder als Sündenböcke der Kultur betrachtet zu werden.
Diese athmosphäre von Angst macht es leichter andere zu beschuldigen statt selbst die Verantwortung zu übernehmen und aus den eigenen Handlungen zu lernen. In manchen Gesellschaften wird das Fehlermachen als Möglichkeit des Wachstums willkommen geheißen. Man kann nicht gleichzeitig Recht UND erfüllte Beziehungen haben.

Jede Anschuldigung ist ein Ausdruck von Schmerz und unerfüllten Bedürfnissen.

An- und Beschuldigungen entpoweren mich - Ich komme nicht zu dem, was ich fühle oder brauche weil ich das, was ich fühle und brauche so ausdrücke, dass die anderen sich angegriffen fühlen.
Beschuldigungen und Diagnosen (du bist so und so) sind statisch, schreiben fest und machen eine Änderung unmöglich.
Wenn man ein kind anschreit, bekommt es Angst und macht zu. Empörung und Wut zeigen das Bedürfnis nach Respekt, Sicherheit und Sanftheit.
Die Gefühle Ärger/Wut kommen niemals allein - es spielt immer noch Angst oder Verletzung mit.
Dahinter steht das Bedürfnis nach der Bestätigung, etwas wert zu sein.

The quickiest way out of pain is through it.

Die eigene Ehrlichkeit als Fenster der inneren Prozesse: wenn ich verletzt bin, höre ich nicht genau auf das, was die andere Person sagt. Meine Aufmerksamkeit ist dann woanders.
Wir übernehmen oft die Verantwortung für den Schmerz der anderen Person. Dann können wir nicht empathisch sein weil wir denken wir sollten oder müssten.
Wir können nur dann reagieren, wenn wir hinhören was gerade los ist. Wenn wir denken "ohje, was hab ich getan" sind wir nicht da sondern auf einem schuld-Trip in unserem Kopf.
see me bautiful, look for the best in me.
that's what I really am and want to be.
it may be hard to find, andd it may take some time, but see me beautiful, each and every day. could you find a way to see me shining through, in everything I do, and see me beautiful
Um Beziehungen zu vertiefen, hör auf, etwas persönlich zu nehmen indem...
... du dir sagst, dass du der Auslöser bist und nicht die Ursache des Schmerzes.
... du ausdrückst, was gerade lebendig ist (statt Lösungen zu suchen).
... du deine Strategien, um Bedürfnisse zu erfüllen, nicht an den Partner koppelst. (Nicht "Du musst den Müll raustragen" sondern "Ich brauche Unterstützung. Kannst du bitte den Müll raustragen?")
... du dir ein Time Out nimmst, wenn du es brauchst (zum Beispiel durch eine Unterstützungsgruppe die du eventuell anrufen kannst) 

Nicht "streiten" sondern: Sich um Bedürfnisse kümmern :-)




01.10.2013

don't be nice - be real!

* slavery of people pleasing - das tun, was andere zu erwarten scheinen damit man nicht verletzt wird -> nett sein verhindert Feedback, das Wachstum ermöglicht "nice people often react with pain if anyone around them expresses uncomfortable feelings", "nice people keep anger inside until they find a safe place to dump it"

* Angst als Gegenteil von Liebe

* nie "give in - einwilligen" - sondern immer aus Freude geben, wenn mensch geben will - mit der selben freude, mit der kinder enten füttern, damit die energie da sein kann

* Aufmerksamkeit in Gruppen nehmen und einfordern - Unsicherheit und Angst ansprechen damit sie nicht als Aggression missverstanden werden

* in Gruppensettings auf die Energie achten - how does FRED feeling

* niemanden zuhören müssen

* nach Augenkontakt fragen wenn mensch ihn will

* nicht honesty sondern transperacy!!!

* statt auf die Lösungsebene kommen bei den Bedürfnissen bleiben und sich mit ihnen verbinden (wie fühlt es sich an, wenn es erfüllt ist)



06.09.2013

bauch-erkenntnisse aus dem wald

- dies ist mein leben. egal was ich tue oder nicht tue. egal meint hier gleich. also ganz gleich was ich mache. oder lasse. ich bin die person, die es lebt. ich muss niemanden gerecht werden. nur mir selbst. die welt wird mit und ohne mir weiter existieren.

- meine seele ist (wie) der fluss. ich muss mich nicht von außen erfüllen. ich bin erfüllt. durch meine seele. und seele bedeutet atem. in mir lebt alles. die haut ist die hülle. der körper mein haus. alles in mir lebt. und bewegt sich. ich bin bewegt. ich kann dieses leben, diese fülle spüren.

-  die schnecke trägt ihr haus mit sich herum. sie kann sich daran verstecken. sie bsteht eigentlich aus einem muskel und denn nennt man fuß. sie kommt überall drüber. auch über ein messer. sie selbst bestimmt die geschwindigkeit. sie geht und geht und trägt ihr leben.