25.01.2016

ausgeschlossen und eifersucht...

inspirierendes von arnold mindell!
*menschen repräsentieren zeitgeister. 

*emotionen sind nicht individuell, sondern vom feld beinflusst wird, in dem man sich befindet.
auch wenn zwei menschen beisammen sind, besteht und entsteht ein feld. und die menschen repräsentieren alles, was es zu repräsentieren gibt - zeitgeister. 
zeitgeister verändern sich, wenn sie prozessiert werden. wenn sie ignoriert werden kommen sie immer und immer wieder zurück. um sie zu prozessieren, muss man sie sich bewusst machen. das kann man, indem man schaut, was verboten ist. was nicht ausgesprochen wird. welche gefühle man hat. 
wichtig: gefühle nicht unterdrücken!
welche gefühle mag man nicht? mit welchen mag man sich nicht identifizieren?
sich seiner angst bewusst sein statt sie durch mut verstecken. mut gibt ein gefühl der stärke und man will dann evtl. gewinnen und andere überwältigen.
bei angst nach dem grund fragen: wegen dem unbekannten oder wegen der möglichkeit zu verlieren? oder vor der eigenen stärke? "oft fürchten wir die gewalttätigkeit und wut der anderen, weil wir keinen zugang zu unserer eigenen kraft haben. einige unserer ängste sind auf unsere eigenen unerkannten kräfte zurückzuführen."

*voraussetzung, um konflikte anzugehen ist, das verbrennen des eigenen holzes. innere arbeit ist notwendig! bis das feuer keine nahrung mehr hat.
*"hat das problem etwas mit mir persönlich zu tun?" "oder spiegelt das gesagte einen zeitgeist wieder?"
* man kann auch dem angreifer beistehen, damit er veränderungen auf eine sinnvolle art und weise herbeiführen kann. als leitende person einer gruppe muss man sich darauf einstellen, angegriffen zu werden. sonst würde die gruppe still stehen.
*"wenn ich bei jemanden etwas nicht mag, bin ich im allgemeinen von einem teil dieser person irritiert, welcher nicht aktiv gelebt wird."

"leider gibt es nur wenige menschen, die fähig sind, ihre bedürfnisse auszudrücken. stattdessen haben die meisten von uns gelernt, zu kritisieren, zu fordern, zu drohen oder auf andere weise durch kommunikation distanz zu schaffen."
"wenn wir wütend sind, richten wir unsere aufmerksamkeit fast ausschließlich auf das, was wir nicht mögen, was andere falsch machen, statt uns auf das zu konzentrieren, was wir eigentlich wollen und wie andere darauf eingehen können. dann bitten wir andere häufig, aufzuhören etwas zu tun."


15.01.2016

dankbar...

eigentlich wollte ich im neuen jahr jeden tag ein foto machen, von etwas, das mich dankbar macht... jetzt sind schon 15 tage vergangen. ich hab nur einmal ein Foto gemacht - und zwar von schnee. das war dann aber nicht so schön... aber ich versuche drauf zu schauen. auf die vielen kleinen momente, in denen ich dankbar bin.
... das geräusch des kaffees, wenn er fertig wird...
... wasser auf meiner haut beim duschen...
... zu fuß in die arbeit gehen...
... blauen himmel sehen...
... in der u-bahn lesen...
... die blüte des weihnachtskaktus bewundern...
... statuten fertig machen und einreichen...
... den weg am meer überlegen und vorbereiten...
... post in meinem postkastel...
... kinderbesuch in meiner wohnung...
... granatapfel entkernen...
... 

29.12.2015

I am on my way from misery to happiness again!



ich hab das gemacht - http://yearcompass.com/ - sehr empfehlenswert!!!

über 2015:

  • anstrengend
  • voll 
  • tapfer durchgestanden

was ich nicht geschafft habe:

  • leben genießen
  • mich nicht fürchten
  • lieben
und ich hab überlegt, welches risiko ich eingegangen bin: keines. ein Jahr ohne risiko... traurig... keine zeit für irgendwas. nicht mal zeit zum spüren. zum entspannen. zum freundlich und zärtlich sein. nur die arbeit im fokus. und das keine fehler machen... heavy loaded...

und wenn ich an 2016 denke, freue ich mich! sehr!
  • entfaltungsrau mit clara gründen
  • zum meer gehen
  • dankbar sein und momente aufnehmen
  • lieben und genießen
  • vielleicht weniger geld. aber mehr zeit!!!!!!!!
  • selbst springen und mutig sein statt tapfer durchhalten und gestoßen werden!!!!!
  • viel Kaffee mit Zimt :-)
  • und wieder glauben - his eye is on the sparrow und gesehen werden...



09.12.2015

the work und gelassen bleiben

intensiver tag. gestern. auszeit. 
gedanken rund um erwartungen und enttäuschungen und die leere nach der enttäuschung. und das problem von einem bild, das da ist und nicht in erfüllung geht... und dem kontrollverlust. der vielleicht das wahrlich bedrohliche ist. wenn man sich an etwas klammert. und merkt dass das klammern gar nichts bringt. weil es anders kommt. 
und dann machtlosigkeit. unsicherheit.
und dann leere.
und dann? 
es geht ja weiter. immer und immer wieder.
dann vielleicht raum. 
der gefüllt werden kann.
keine angst vor der leere.
gelassen. 
der eigenen grenzen bewusst. grenzen um zur ruhe zu kommen. nicht endlos wachsen müssen, oder sich entfalten müssen. dürfen schon. bis zur grenzen halt!
endlich wieder zeit zum lesen. zu malen. zum mit dem stift schreiben. zum denken!
außerdem streit. und drama. 
und dann was hilfreiches gefunden (dank der lieblingszeitschrift): - the work von katie byron
um was es geht? gedanken prüfen. weil die annahme ist, dass nicht gedanken leid sind (weil sie nur gedanken sind) sondern das anhaften an ihnen, ohne sie ausreichend zu prüfen. um zu prüfen beantwortet man fragen:

1.) stimmt das wirlich?
2.) kann ich mit absoluter überzeugung sagen dass es stimmt?
3.) was läuft bei mir ab, wenn ich dem gedanken glaube? (gefühle, reaktion)
4.) wie wäre ich ohne den gedanken?

außerdem dreht man aussagen um und prüft diese dann - siehe http://thework.com




01.12.2015

der erste dezember!


die dunklen tage sind da.
und ich hab so wenig zeit, sie zu bemerken.
sogar zu wenig zeit für novemberstimmung...
wo ist er hin, der november? schon wieder vorbei.
diese komische arbeit. so viel denken. so viel besprechen. so viel am computer sitzen. so viel sorgen machen. so viel angst vor fehlern. nach wie vor.
zwischendurch sehr nette momente.
in der früh beim zimt in die schaumkrone meines kaffees geben :-)
beim lesen in der vollgestopften ubahn...
und dann im büro mich willkommen fühlen...
und gemeinsam an etwas arbeiten...
sich gemeinsam sorgen machen schafft verbundenheit...
und nach der arbeit glühwein trinken...
bald ist die 40wochenstundenodermehrzeit vorbei!
dann sinds nur 35stundenodermehr :-)
darauf freue ich mich schon...
vorfreude genießen!
und dann ist es bald nicht mehr das kleine büro...
naja... noch fünf monate in der komischen kirchenhierachiewelt.
genießen und innehaten. auch jetzt?!
und doch noch spielerisch an alles herangehen? lernen.
den jahresabschluss. die projektabrechnungen. den komischen ausflug nach graz. die revision.
wie wäre es, jeden augenblick zu genießen?
schon gibts wiederstand in mir. jeden augenblick würde wirklich heißen, jeden augenblick. nicht nur den mit dem glücksgefühl.auch den mit der leere. und den mit der unsicherheit. und den mit dem sch ausgeschlossen fühlen und in selbstzweifel stecken...
jeden augenblick.
ob ich wirklich dazu bereit bin? auch den augenblick in dem es regnet und meine füße ganz kalt werden. oder den, in der ubahn, wenn mir jemand ins ohr nießt? oder den, wenn ich ein email geschickt habe und mir nachher denke: "hoffentlich passt das so!"oder den, wenn ich höre: "du hast da was unter deiner nase"...
warum eigentlich nicht? verhindern kann ich sie eh nicht. egal wie sehr ich versuche alles gut zu machen... irgendwas ist immer.
gut... nur wie mach ich einen mini vorsatz draus?
sie wie perlen sammeln!
perle nummer eins: mit der arbeit nicht fertig geworden - nicht mal mit der to-do-liste für die arbeit fertig geworden. angst und unsicherheit im nacken. bedürfnis nach gelassenheit. und vertrauen. und spiel.

(und wie schwer es mir fällt, das einfach so stehen zu lassen...)

05.10.2015

Selbst springen!


tapfer sein.... sich mit dem zurechtfinden, was passiert
mutig sein... gestalten und tun... aus dem bauch heraus... der eigenen stimme hinterher...
und ich? 

bin gerade tapfer.
steh an klippen und lass mich ins meer stoßen. kann es genießen. das fallen. und eintauchen.
und gleichzeitig bleibt die sehnsucht selbst zu springen!
doch was passiert ohne stoßen?
wenn ich meiner inneren stimme folge? statt mich den erwartungen der anderen hinzugeben?
ich spür ein kribbeln im bauch.
Und lust auf mein abenteuer! 
auf im wald herumirren, mich verlaufen, schmetterlingen folgen, bis zum totenkopf. und den frosch als begleiter, der mich mit großen und erwartungsvollen augen zum sprung auffordert...


24.09.2015

der herbst...




langsam verändert sich alles.
mein baum vorm fenster
bekommt gelbe blätter

ich mag den herbst!
das sich nach innen wenden
der vergänglichkeit zusehen
das durch die luft tanzen, fallen und rascheln
die kalte luft in der früh
die warme sonne untertags

am liebsten würd ich meinen rucksack packen
in den zug steigen
und dann losgehen
um mich am sommerabschied satt zu sehen...

03.08.2015

erwartung(s)los...

ansprüche und bilder im kopf. und interpretationen.
genau wissen, was passieren wird. und warum.
ein ständiges auf der hut sein. vor verletzungen.

anstrengend.
und vor allem zerstört es spaß. und freude. und liebe.

und diese mühsame angewohnheit, auf das zu schauen, was die anderen von mir denken. und sich von mir erwarten. und was sie von mir und meiner beziehung halten. und ob ich passe. und schön bin. und ok bin. und lieb genug bin. und mich genug einbringe. und aufmerksam bin...
pfui. auch dieses frauen rollen bild...
dieses kleine brave mädchen in mir. sie verbiegt sich und lächelt. rücksicht ist ihr so wichtig. und zugehörigkeit. sie kann bis zur pefektion auf andere schauen...

genug vom aufpassen. auf mich. und die anderen.
genug von der angst.
mich einbringen. auch wenn meine aussagen nicht gefallen!!!!
nicht so tun, als wäre alles ok.
nicht weggehen, wenn ich traurig oder enttäuscht oder wütend bin. bleiben und kommunizieren... meine kraft nützen. und rauslassen.
und meinem bauch folgen.

16.06.2015


I want to know
... what you ache for and if you dare to dream of meeting your heart’s longing.
... if you will risk looking like a fool 

for love
for your dream
for the adventure of being alive.

I want to know
... if you have touched the centre of your own sorrow
... if you have been opened by life’s betrayals or have become shrivelled and closed from fear of further pain.

I want to know
... if you can sit with pain 
mine or your own
without moving to hide it
or fade it
or fix it.

I want to know
... if you can be with joy
mine or your own
if you can dance with wildness
and let the ecstasy fill you
to the tips of your fingers and toes
without cautioning us
to be careful
to be realistic
to remember the limitations
of being human.

I want to know 
... if you can disappoint another to be true to yourself.
... if you can bear the accusation of betrayal and not betray your own soul.
... if you can be faithless and therefore trustworthy.

I want to know 
... if you can see Beauty even when it is not pretty every day.
... and if you can source your own life from its presence.

I want to know 
... if you can live with failure
yours and mine
and still stand at the edge of the lake
and shout to the silver of the full moon,
“Yes.”

It doesn’t interest me to know where you live or how much money you have.
I want to know if you can get up after the night of grief and despair
weary and bruised to the bone
and do what needs to be done to feed the children.

It doesn’t interest me who you know or how you came to be here.
I want to know 
... if you will stand in the centre of the fire
with me
and not shrink back.

It doesn’t interest me where or what or with whom you have studied.
I want to know
... what sustains you from the inside when all else falls away.

I want to know
... if you can be alone with yourself
... and if you truly like the company you keep in the empty moments.


By Oriah © Mountain Dreaming,

08.06.2015

07.06.2015

und sie schämte sich...

die theorie besagt: alles, was ein mensch tut, tut er/sie weil schöne bedürfnisse dahinter stehen. also auch hinter anschreien, gewalt, rassismus, ausgrenzung, vorurteilen, schimpfen,... hinter allem! und rosenberg sagte, das, was gerade ausgedrückt wird, wird in der schönsten form ausgedrückt, die dem menschen gerade zur verfügung steht, um seine bedürfnisse zu befriedigen. pat patfoort schreibt, dass uns unsere lebensenergie dazu drängt, bedürfnisse zu befriedigen. weil wir leben wollen.
dieser zugang gefällt mir sehr gut. die schwierigkeit besteht nur, im dahinter schauen... let's try :-)
... zwei sind zusammen. ein paar. sie tanzen. auf einer hochzeit. vis a vis. und dann kommt eine dritte. und macht ein foto. von ihr. und einer der zweien. das foto wird gemacht. für eine arbeitskollegin. weggeschickt. und die andere steht daneben. zieht sich zurück. mit hängendem kopf. traurig. enttäuscht. und geht. verärgert. sucht woanders zugehörigkeit.
... zwei sind zusammen. ein hochzeitstanz. dann die frage: wer tanzt jetzt mit wem mit? die eine ist verunsichert beim tanzen. sie schämt sich. für ihren körper. ihre ungelenkigkeit. für ihr nicht-tanzen-können. fühlt sich unsicher. und die andere kann tanzen. ohne scham. liebt tanzen. schämt sich vielleicht etwas für die eine neben ihr, die eine sie und kein er ist. die beiden fangen dann an zu tanzen. gemeinsam. trotz scham.
... und etwas später sagt die die eine, die tanzen kann zur anderen: du musst nicht so hüpfen. und die, die glaubt nicht tanzen zu können. schämt sich noch mehr. und reagiert verärgert. schaut grimmig. und schimpft. zieht sich zurück. probiert das tanzen noch ein paar mal. ist müde. sehnt sich nach freiheit. und ausgelassenheit. und sich zeigen. und zu sich selbst stehen.
... und dann hört sie auf zu tanzen. und geht nach hause. alleine. zu fuß. weil die andere zum tanzen bleibt. und zum feiern. sie geht den kleinen berg hinunter. verängstigt, wenn stimmen oder gegröle oder autos sich langsam nähern. sie weiß, sie muss einfach einen schritt nach dem anderen tun. und gehen. so wie sie auch am see von der insel zum ufer geschwommen ist. und so wie sie auch im büro arbeitet. eines nach dem anderen. und sie kommt zu hause an. allein. geht schlafen. allein. als zeichen der enttäuschung und des ärgers kommt die zweite decke mit dem zweiten polster auf die couch. das handy wird stumm geschalten - um trotzdem für den notfall erreichbar zu sein. sie kann ja nie wissen...
und sie schläft. und ärgert sich dass die andere erst kommt, als die vögel zwitschern. und schläft weiter.... und wacht auf. verärgert. macht sich kaffee. nimmt den labtop und schreibt...
und langsam. nachdem sie das alles niedergeschrieben hat, kommt sie drauf, dass hinter dem ärger und de enttäuschung die scham steht...
... scham wegen dem tanzen und weil sie allein nach hause gegangen ist ( <- ich bin ihr nicht wichtig. es ist ihr wichtiger bei anderen zu sein als mit mir. alle bleiben zu zweit dort. was werden sie sich über nur dnken? ...)

und diese scham macht mich so traurig. weil ich höre: du bist klein. und wertlos. und ich werde so wütend über die, die scham bei mir auslösen. ich kann den anderen sehr gut die verantwortung für meine gefühle geben...
ich habe gelernt, die ungewollten gefühle zum tee einzuladen. so lange sie bleiben wollen.
also... scham... was will sie mir zeigen?

...dass ich mich so sehr danach sehne von bedeutung zu sein... und bedeutung zu haben...
wenn ich glaube, abgewiesen zu werden, zieh ich mich sofort von den anderen zurück. und hätt aber doch so gerne unterstützung im von bedeutung und ok und genug und wunderbar sein. zugehörigkeit als strategie für von bedeutung zu sein...
ich schäme mich auch dafür, nicht zu tun, was ich tun will. zum beispiel aus angst, es heiße für meine beziehung, dass sie nicht gut ist. wenn ich jetzt gehe. und sie bleibt. oder dass ich schon wieder die bin, die sich aufregt. und streitet. weil ich böse bin...
ich sehne mich nach mut mich authentisch auszudrücken. zu dem zu stehen, was mir wichtig ist. nur dann zu tanzen wenn ich tanzen will. und zu gehen, wenn ich müde bin und gehen will... manchmal bin ich eh mutig. zum beispiel jetzt find ich, wenn ich diesen blog schreibe und mich ehrlich ausdrücke :-) und es tut gut.

... vielleicht muss ein elefant nicht fliegen können... er kann schwimmen ;-)

28.05.2015

das mit der sicherheit...


ein gefühl, das ich nicht mag, ist angst/unsicherheit. ich tu mir wirklich schwer es zuzugeben. und es auszuhalten. und es auszusprechen. oft vermischt es sich mit scham und gedanken wie "das solltest du jetzt aber nicht fühlen". oder es vermischt sich mit ärger und gedanken wie "die sind blöd. das macht keinen spaß. das find ich so mühsam. warum bin ich überhaupt noch hier. am besten ich gehe." und im ärger fühlen bin ich gut...

verunsicherung tritt bei mir bei oft auf...
... wegen meinem körper.... 
... wenn ich etwas gut machen will... 
... wenn mir etwas sehr wichtig ist...
... wenn ich den eindruck habe abgewiesen zu werden...
... wenn jemand etwas, das ich unglaublich wichtig finde (wie kein plastik kaufen oder asyl gewähren oder medien gegenüber skeptisch sein) anders sieht...
... wenn menschen über andere urteilen... egal ob positiv oder negativ...
... bei bewertungen. und bei komplimenten...
...

und ich bekämpf das angst-gefühl in jeder form, die mir über den weg läuft. und versuch es so schnell wie möglich mit gedanken wegzuschieben...

bedürfnis dahinter:
gut. genug. sein.
wertschätzung.
angenommen, verstanden, gesehen und gehört werden. 
wahrgenommen, geliebt und geachtet werden. 
von bedeutung sein.
nähe. verbundenheit.

also, wieder einmal die erinnerung: die unsicherheit, die scham, den ärger, die angst zum tee einladen! und mich mit anderen darüber austauschen...

13.05.2015

I allow myself to be imperfect
I allow myself to make mistakes
I allow myself to be a learner - still learning life's lessons
I allow myself to forgive myself (if it's not possible now - in the future)
Tara Brach 
schon wieder ein fehler. der alles durcheinanderbringt. mir mehr stress macht. ich hab eine bewerbung übersehen. und ich finds so blöd. ich wollte es doch so gut machen. es hat nicht funktioniert. und schon sind sie da, die gedanken. scham. frust. minderwertigkeitsgedanken. "ich kann das nicht"urteile...
to allow myself to be imperfect!!!
immer wenn ich fehler mache und den eindruck habe, es ist mir zu viel, denk ich mir: ich hör auf. und ich würd so gern aufhören mir das zu denken. sondern bleiben. nicht flüchten. im bewusstsein, dass es gut ist, so wie ichs mach. auch wenn ich fehler mach. to learn life's lessons!!!
und neben dem perfektionismus das wissen über die vergänglichkeit. und komischerweise macht mir dieses wissen, dass jeder tag, jeder moment kostbar ist, unglaublich viel druck, ihn auch als kostbar anzuerkennen... verbissen. grantig.
dabei: du bist immer zu jeder zeit am richtigen ort. alles, was geschieht ist richtig... allow myself to make mistakes...
und jetzt würd ich gern weiterschreiben, muss aber ins kleine büro...
und das willkommen heißen, von den gefühlen, die ich nicht so gern spüre, funktioniert immer besser.
und: ich fahr heut nacht ans meer :-)
 

02.05.2015

longing to be fully alive...

Life is short, break the rules, forgive quickly, kiss slowly, love truly, laugh uncontrollably, and never regret anything that made you smile. Twenty years from now you will be more disappointed by the things you didn't do than by the ones you did. So throw off the bowlines. Sail away from the safe harbor. Catch the trade winds in your sails. Explore. Dream. Discover. (Mark Twain) 

28.04.2015

erschöpft


"vielleicht ist dein traum zu anspruchsvoll... du musst bescheidener werden und einsehen, dass nicht alle träume wahr werden können."
"aber fedora, wir sind dich die gestalter aller dinge. wir dürfen unsere träume nicht aufgeben. und genau deshalb muss ich es noch einmal versuchen."
(und dann nach einigem auf und ab, harter arbeit,...)
"eine fliegende blume!" rief paganini.
"ein winzig kleiner vogel..." staunte kalle, und gwendolin sagte schließlich: "du hast es tatsächlich geschafft!"
"und wir haben fast nicht mehr geglaubt, dass es dir gelingen würde", sagte fedora beschämt. "man sollte sich nie über die träume anderer lustig machen!"

jetzt hab ich sie hinter mir. diese mega woche. mit dem wochenende. und was bleibt? erschöpfung.
kein hochgefühl. keine freude. kein motivationshoch.
ich hab da viel reingepfeffert. so viel, dass kein pfeffer mehr über bleibt.
vielleicht bleibt bissi die genugtuung es geschafft zu haben...
und gleichzeitig bleibt die ausgelaugtheit.
vielleicht weil ich sie ausgeführt habe, diese zeit. ich hab sie nicht ins leben gerufen.
ich stand nicht 100% dahinter. weder inhaltich noch organisatorisch. ich steh zwar schon hinter der jungschar. also eigentlich hinter der vision der jungschar: eine kooperative welt für alle - damit sie das leben in fülle haben...
aber ich steh nicht hinter der kirche. ich steh nicht hinter hierarchischen sytemen, die menschen lehren auf andere zu hören. da bin ich extra nicht in eine schule gegangen, bin keine lehrerin geworden. weil ich das system schule so in frage stelle. mit seinen strengen regeln. und noten. und anerkennung durch außen.
und ich arbeite jetzt gerade in einem streng hierarchischen system. absurd. und witzig.
am wochenende hab ich die werktstatt der schmetterlinge vorgelesen. da gehts auch um strenge regeln.
ich bin ja in mir selbst so widersprüchlich. da verurteile ich strenge regeln und hierarchische systeme. arbeite selbst in einem. und fordere gleichzeitig streng meine eigenen überzeugungen ein. sehr streng. mein innerer polizist sitzt mir im nacken.
soll ich früher gehen, weil ich es nicht schaffe, diesen job zu genießen? meine panzerknackerhippipippi freut sich gleich. zu gehen obwohl ich nicht gehen sollte. das gefällt ihr gut.
und meinen traum kenne ich: ich träume von einer kindergruppe. von einem kinderparadies. von einem ort, an dem kinder und erwachsene sein und wachsen können. ein kleines haus in einem wunderschönen garten.
ich will energie in etwas hineinbuttern, das ich durch und durch unterstützen kann!!!


27.04.2015

körperscham

ein thema, das ich nicht so leicht finde ist "mit meinem körper zufrieden sein".
ich bin groß. und hatte immer schon einen sichtbaren bauch. und manchmal ist er größer. jetzt zum beispiel.
und ich schäme mich dafür. obwohl ich mich nicht schämen mag. und dann bin ich deprimiert wenn ichs nicht schaff, drüber zu stehen. und das grad als phase zu betrachten. kein wunder, dass ich alles andere als beweglich bin. ich sitze den ganzen tag. 40 stunden pro woche vor dem pc oder in besprechungen zu sitzen ist eigentlich komplett daneben. und 10 minuten 5 tibeter in der früh helfen da auch nicht.
und auf der straße schäm ich mich trotzdem. oder bei menschen, die ur viel sport machen um so auszuschauen wie sie ausschauen.
eigentlich will ich nicht sport machen um fit zu sein. eigentlich will ich mich bewegen weil ich mich bewegen will. ich will gehen. und schwimmen. und springen. und  mit dem scooter durch die stadt düsen. vielleicht auch radfahren. surfen fänd ich super.
und ich will in die natur. gut, ich habe einen baum vorm fenster. aber ich sehn mich so nach gras unter meinen füßen.
ich will ein häuschen mit garten.
ich glaub ja auch dass mein bauch immer größer und größer wird, weil er mir sagt: "hör auf mich". und wenn ich nicht auf ihn höre wird er noch größer. und zeigt sich auch anderen. und dann höre ich von meiner oma "bettina, dein bauch steht ganz schön raus."
also, wie geht das mit dem annehmen, was und wies grad ist? auch die unzufriedenheit und die scham willkommen heißen? und die traurigkeit dahinter? oder die angst ausgeschlossen zu sein?
also willkommen scham. willkommen unsicherheit. willkommen angst. bleibt so lange ihr wollt.
vielleicht gehört das zu fully alive sein dazu... 

15.04.2015

sich dem schatten stellen


wer kennt das nicht: gefühle, die man nicht spüren will. unsicherheit. angst. wut. groll. trauer. scham. verzweiflung. einsamkeit. 
und wer läuft nicht gern davor davon? um es nicht zu spüren... wer wartet nicht darauf, dass ein besserer tag kommt. an dem wir mit dem bewusstsein aufwachen, dass es ein guter tag ist.
es gibt ein grausames märchen von einem mann der vor seinem schatten davonläuft. weil ihm sein schatten angst macht. er sehnt sich danach glücklich zu sein. und läuft. und läuft. er wird immer unzufriedener und unglücklicher. obwohl er läuft und läuft wird er seinen schatten nicht los. er gibt nicht auf. und läuft. und läuft. bis er tot umfällt.
ich kann auch gut weglaufen. und mir denken, bald ist es besser. in zwei wochen ist die vollversammlung vorbei. danach wird es besser. und dann hab ich nur noch vier normale monate. dazwischen zwei sommermonate. und dann kann ich endlich tun was ich will.
und gleichzeitig weiß ich, ich bin jetzt wo ich bin. und ich tue was ich tue. es hat keinen sinn, diese zeit nicht zu genießen. mit all den unzulänglichkeitsgedanken und überforderungsgefühlen und erwartungserfüllungsansprüche. 
hinein in das, was gerade los ist. endlich kann ich tun und wachsen und lernen. endlich kommt eines nach dem anderen. ich muss nicht überlegen, wozu ich hier bin. ein problem folgt aufs nächste. 
no risk no fun!
und wie? immer wieder mal zwischendurch pause machen. und den körper spüren. und wahrnehmen. und zum tee einladen, was gerade da ist.
"je stärker und tiefer unser gefühl ist, unzulänglich und nicht liebenswert zu sein, desto verzweifelter laufen wir vor den klauen des schattens davon. doch mit unserem wegrennen vor dem was wir fürchten, nähren wir unsere innere dunkelheit." tara brach

07.04.2015

*pause*



innehalten.
atmen.
auf und in den körper.
spüren.
was da ist wahr_nehmen.
gleich_gültig ob angst. entspannung. unsicherheit. verspannung. freude. wut.
willkommen heißen, was ist.
das unangenehme zum tee einladen.
radikal akzeptieren.
raum geben.
und aufblühen.

04.04.2015



And the day came when the risk to remain tight in a bud was more painful than the risk it took to blossom. Anaïs Nin

03.04.2015

vom sich nähren...


ich tendiere dazu, im kleinen büro zu arbeiten und darauf zu schauen, was ich brauche, um meine arbeit möglichst gut zu machen. und während ich arbeite und arbeite - am montag waren es 13 stunden! - vergesse ich auf mich. auf nahrung. auf pausen. wie eine maschine.
am abend in meiner kleinen wohnung fehlen mir jegliche ressourcen. dann esse und ruhe ich. naja... in wahrheit: ich setz mich vor den labtop, schau gilmore girls oder greys anatomy und stopfe essen in mich hinein. (und dann wunder ich mich, warum ich zunehme. weil ich unter tags eigentlich nicht wirklich esse - sondern nur arbeite. und in meinem tollen buch steht, dass der körper ab einer gewissen uhrzeit, nahrung leichter in fettreserven umwandelt. und das stress den stoffwechsel negativ beeinflusst.)
essen bedeutet für mich genuss und entspannung. ich esse sehr gerne. ich liebe es, gut zu kochen und gut zu essen.
arbeit bedeutet für mich anscheinend weder genuss noch entspannung. was so irre ist, denn eigentlich weiß ich, es gibt nur leben. nicht arbeit und freizeit. ein tag ist ein tag. was ich an dem tag tue tue ich. ob ich geld dafür bekomme oder nicht. arbeit als genuss. wie im buddhismus. da geht es auch darum, zu akzeptieren, was ist. sich nicht dagegen sträuben. alles ändern müssen. tun, was zu tun ist. und dabei loslassen. ja. loslassen. locker sein. vertrauend. da spüre ich eine große sehnsucht.

und noch ein paar nahrungstipps (aus: frauenkörper. frauenweisheit.):
* sich zeit nehmen zum essen
* essen genießen
* nur essen. nichts sonst. (also nicht essen + gilmore girls)
* sich mit dem eigenen essverhalten auseinandersetzen. wann esse ich was warum? bei mir gehts glaub ich auch um nehmen. wann darf ich mir zeit für mich nehmen und mich nur um mich selbst kümmern. ganz egoistisch sein. selbstbestimmung. auf mich schauen. und hören.
* sich mit dem eigenen gewicht versöhnen
* sich bewegen.