16.03.2013

seit mittwoch tage voll mit wolfsohren und wolfsschnauze. bellend und beißend. 
ich freue mich auf die pioneers. ich freue mich auf ein netzwerk. ich freue mich auf menschen mit ähnlichen visionen und träumen. ich vermisse das. ich vermisse das gemeinsam an einem traum arbeiten. dieser winter war hart. ein wirklicher winter. ich bin nicht für den winter gemacht. ich brauch sonne. und wärme, um mich bewegen zu können. vielleicht ist der winter, die zeit der dunkelheit, notwendig, damit wieder helligkeit entstehen kann. und trotzdem bleibt es während dessen so hart. und kalt. 
eigentlich fühle ich mich nicht zum ersten mal so. ich bin immer unbeweglicher im winter. und der februar war schon oft genug eine schwierige zeit für mich. es ist immer das letzte. ich habe probleme mit dem letzten. es fällt mir dann schwerer und nicht leichter. die letzten tage sind immer die schwersten für mich. vielleicht weil ich dann schon übergelaufen bin. wie ein glas.
trinken hilft. man kann sich von außen füllen. und fühlt sich anders. 
voll. füllen. fühlen.
meine bedürfnisse nach wachstum und zugehörigkeit sind oft nicht erfüllt in letzter zeit.
welche aufgabe kann ich mir selbst geben wenn ich keiner erwerbsarbeit nachgehe?
ich spüre die große lust wegzugehen. hinaus. zum meer. und dort nur die natur um mich herum spüren. vielleicht bin ich zerissen zwischen meinem bedürnis nach wachstum und zugehörigkeit. bei beiden weiß ich wie ich sie erfüllen kann. aber ich weiß nicht wie ich beide zugleich erfüllen kann.
mein großer fehler ist, dass ich die nähe und zugehörigkeit nur an einer person messe. es gibt eine person, der ich nahe sein will. und wenn das nicht geht, wenn ich nicht den eindruck habe dass das auf gegenseitigekit beruht, werde ich sehr unzufrieden. und mürrisch. und störrisch. wie ein esel, und ein wolf. alles gleichzeitig. ich beweg mich dann keinen schritt mehr. bleib stehen. und verzieh mein gesicht. schnaufe. wenn ich dann reden muss dann spricht der wolf. 
loslassen? meine erwartungen aufgeben? den griff lockern? zuerst an mich allein denken und nicht an uns? zusammenpacken und ans meer gehen. nur mit dem fotoapperat.
also die schritte:
1 - versicherung checken
2 - woolfen in italien am meer
3 - pioneer werden und bleiben
und dann? was ist mit dieser parkbetreuung? sie bindet mich so an wien. grad im sommer. vielleicht ist es ok, wenn ich vorher weg bin. wenn ich kurz am meer sein kein, meinen blick weite. mein herz lüften kann... ja... und ich kann ja auch dann wieder gehen. im oktober. so wie letztes jahr. ich kann auch an wochenenden wegfahren. nach berlin zum beispiel... 
also:
ab mai hier sein
4 - jugendliche im park betreuen
ok... ein plan... während dessen weiter schauen. und überlegen. so einen winter wie heuer will ich nächstes jahr nicht mehr haben. wien im winter ist echt hart für mich. 
I want to break free... 
frei sein für die liebe...
mich nicht anketten. und warten. bin kein good wife.
vita activa... 

14.03.2013

ein pioneer of change werden... ob mir das hilft weiter zu träumen und meinen weg zu gehen? ich stecke sowas von fest. viel fester gehts nicht. und ich hab mich eigentlich selbst einzementiert. einfach eingefangen. und seitdem orientierungslos. abwartend. starr. warum werde ich so starr? hab ich angst verlassen zu werden? hab ich angst das falsche zu tun?hab ich angst nicht die zu sein die ich sein sollte. ja... das ist es... diese blöden rollenbilder. und erwartungen. ich weiß nicht wie ich sie los kriegen soll. ich will echt nicht die abwartende sein. die nur sorgt. häkelt. zu hause bleibt. und sich immer deshab beschwert. beschwert. ich nehm mich gar nicht so schwer wahr. ich hab heut ja auch nix gegessen. gar nichts. hatte einen häkel anfall. und jetzt ist sie fertig und ich freu mich nicht. sie ist wunderschön. aber ich empfinde keine genugtuung. gar keine. ich war einfach den ganzen tag drinnen. draußen schnee und kälte, hatten überhaupt keine lust auch nur eine nasenspitze raus zu halten. hatten? ich und ich? ich und die decke ;-) hm... schreiben tut gut. heute war so ein komischer tag. ich konnte nicht mal fernsehen. war mir zu fad. ist mir das genze leben zu fad? die fh? fernsehen? häkeln? job suchen? langeweile. hüther sagt, kindern soll langweilig sein - da entsteht kreativität. ich glaube nicht dass ich jemals was schöneres selbst gemacht ab außer dieser decke. ich mag sie wirklich gerne. so etwas schönes entsteht an so einem unglaublich bekackten tag.... nicht so ernst nehmen?


20.02.2013

tränen in der früh. ich frag mich, wo sie her kommen diese vielen, unendliche tränen. was für eine komische zeit für mich....
kopf und herz und wecker haben mich geweckt. und das schlechte gewissen.

neid und eifersucht. ich frag mich, was sie bedeuten. also bei beiden fühle ich viel ärger und wut. darüber dass bei mir etwas nicht so läuft, wie ich es will. und bei jemand anderem schon. etwas kontrollieren wollen. und weil das eigene so unkontrollierbar ist jemand anderen kontrollieren... vielleicht das bedürfnis nach gestaltungsmacht, nach beweglichkeit, nach sinn...
so viele wolfswörter, die mir ein schlechtes gewissen machen...
ok... schritt für schritt... mal schauen, was ich brauche:
... nähe, zugehörigkeit, geborgenheit...
... bewegung, freude, kompetenz, mut...
... autonomie, freiheit...
und was ist eigentlich mit meinem glauben? das fehlt mir auch...

ein anderer mensch kann mir nicht meinen ganzen sinn geben. das ist zu viel last. für sie. für mich. zu viele enttäuschungen...
tun, was mir gut tut...
gehen... reden... wasser... mit anderen sein... denken...
in die therme fahren und wärme genießen und tanken.... und die natur...wien ist so grau in grau. jetzt weiß ich wo grauslich herkommt :-)

ich will ans meer. meine seele braucht das meer. die weite. die verbundenheit.
und das mit der arbeit... das ist auch ein bedürfnis... nach selbstausdruck und selbstverwirklichung... welches bedürfnis ist eigentlich gerade erfüllt :-(

dieses blöde system. die gedanken über das wollen sind schon so anstrengend... und das nach einer arbeit suchen... eine arbeit soll mir die möglichkeit geben, mich selbst zu verwirklichen... der ort und das ausmaß müssen passen... vielleicht sind das zu hohe ansprüche. aber ich versteh nicht, warum ich meine kraft nicht so einsetzen sollte, dass es mir und allen anderen, die involviert sind, damit gut geht...
an ideen und gedanken fehlt es mir nicht... aber die umsetzung... fühl mich allein...wobei das kein gefühl ist... ich will in verbundenheit sein... immer...

was mich lebendig sein lässt....
... gemeinsam mit anderen an einer gerechten welt bauen...
... mit kindern spielen...
... in etwas aufgehen wie zum beispiel fotografieren, wasser, lesen...
... in jemand anderem aufgehen, lieben...
... in der Natur gehen, im Wald sein, das Meer, die Wiesen...
... verstehen und verstanden werden...
... gewaltfreie kommmunikation, empathie, reden ohne wörter...
... unterwegs sein...
... entdecken, reisen, tanzen...
... spielen ohne gewinnen zu müssen...

der narr zur unterstützung: Ich bin ein strahlendes Wesen.  Ich bin lebendiger Reichtum. Ich respektiere und schätze die unerschöpfliche Quelle in meinem Inneren. Ich respektiere das Wesen dessen, der ich bin. Es gibt nichts zu fürchten. 




19.02.2013

so viele tränen. immer wieder. eine scheiß situation.
ich finde mein leben fad. ich kann mich nicht selbst verwirklichen. ich warte und warte und warte. auf antworten von bewerbungen. auf anrufe. auf eine bessere stimmung. auf bewegung. bis der winter vorbei ist. bis ich einen job bekomme der meinen ansprüchen gerecht wird. bis sie wieder da ist...  und ich mag nicht mehr warten. ich mag leben. von unten bis oben. ohne vorsicht. ich will hier weg. ich will was tun. ich weiß aber nicht was...
meine gefühle: ärger.
meine bedürfnisse: nähe, zugehörigkeit, und wachstum, bewegung
es ist echt ziemlich hart. seit jänner. dieses jahr ist bis jetzt so schwer. ich bin so ruhig. und warte. das kotzt mich schon sowas von an. will endlich tun, tanzen, leben... rundherum ist alles dunkel. und ich hab keine lust mehr auf häkeln oder stricken und schon gar nicht auf fernsehen und zeitvertreib.
bedürfnis: sinn. ich brauch sinn. wo finde ich den nur???????

17.02.2013

keine energie. keine antriebskraft. keine vision.
tiefster winter.
lustlos. dunkel. ein loch. unbeweglich. bedrückt. gehemmt.
angst.
.
ja. alles ist möglich. vielleicht. oliven ernten in wien ist nicht möglich. alle straßen sperren, gras anbauen und von früh bis spät tanzen ist nicht möglich.
aber anbauen und in der erde arbeiten ist vielleicht schon möglich. und danach tanzen. oder dazwischen...
schon ein licht am ende des tunnels... ich denke, ich will was eigenes auf die beine stellen... und ein pioneer of change werden! ja!
bis dahin, lass dich von deinen eigenen ängsten und beschränkungen nicht entmutigen, kleines mädchen!

01.02.2013

jetzt bin ich frei. frei von versicherung. und was bleibt? verunsicherung.... und sorgen: was kann passieren?
ich bin aus dem system gerutscht... ist das die freiheit? fühlt sie sich so an? wenn man unversichert schifahren geht?
und was nun?
ein wochenende in den bergen... und dann vielleicht doch die eigenen ansprüche an einen arbeitsplatz herunterschrauben???

I don't know...
but I am on my way...

26.01.2013

nicht auf die wörter hören. sondern auf das, was damit gemeint ist.

wir sind alle spielerinnen. jeden tag. jede minute. was ist schon authentizität? was ist schon wahrheit? die frage ist, wer die spielregeln bestimmt... manchmal sind wir erbost, wenn kleine kinder nicht auf uns hören, wenn sie uns nicht ernst nehmen. wenn sie ihr eigenes spiel spielen wollen. was ist eigentlich ernst? was ist der ernst des lebens? im grunde ist der ernst des lebens das, was mensch als bedeutsam erachtet: arbeit. aber nicht jegliche form von arbeit. sondern lohnarbeit. vielleicht ist spiel auch arbeit. sie ist natürlich nicht bezahlt. aber spielen schafft begeisterung. und  begeisterung schafft motivation und inspiration.
ich bin gut im spielen. ich liebe es mit kindern zu spielen, in eine andere welt einzutauchen, alles auf den kopf zu stellen. einen bären hundert mal zu wickeln. auf einem trampolin eine safari machen. ich liebe es kasperltheater zu spielen. und mir geschichten zu überlegen. gut, dass ich da jetzt drauf gekommen bin!
spielen also. natürlich auschließlich kooperativ. versteht sich von selbst. konkurrenz macht mir zu schaffen und beeinträchtigt mein schaffen... spiele erfinden! spiele spielen! und: das leben als spiel entlarven ;-)

21.01.2013

häng immer noch fest. träge. müde. schlafend.
ich will raus. aus dieser situation. und rein in die welt. gehend. staunend. offen.
destruktive muster durchbrechen.
z.b....
- in konversationen sagen, was ich denke und nicht drüber nachdenken was die person meint, wie sie reagiert, was sie hören will...
- nicht andere zurückhalten, weil ich mich zurückhalte...
- tun, wovor ich angst habe...
- geduldig sein, wenn ich nicht so schnell in bewegung komme und zeit brauche, um zu tun, wovor ich angst habe...

19.01.2013

get movin!!!

ich befinde mich in einer ruheposition. und ich komm nicht raus. gedanklich find ich verschiedenstes spannend. und mach pläne. und dann setz ich sie nicht um. und dann werd ich unzufrieden mit mir. weil ich nichts neues ausprobiere und mich nicht von der stelle bewege. und dann beginne ich zu nörgerln. und unzufrieden zu sein. die zeit vergeht und ich bleib da, wo ich bin. im winter hab ich auch höhlenstimmung. aber eigentlich hab ich genug energie getankt. ich will wieder denken und tun und produktiv sein. nähen und stricken und auf kinder aufpassen ist auch alles super, oder vor dem fernseher popcorn essen und kuscheln aber ich hab keine lust mein leben in warteposition zu leben. und das ist grad so :-(
die begeisterung fehlt. nicht die begeisterung sondern die umsetzung. ich weiß, welche themen mir unter die haut gehen, an welchen themen ich arbeiten will, welche probleme ich gerne lösen will:

- rassismus, fremdenangst, überwindung von angst
- konfliktfähigkeit - das ausdrücken und handeln nach bedürfnissen
- gewaltfreie kommunikation
- migration, asyl, zusammenhänge und vorurteile, sensibilisierung von menschen
- das aufbrechen von vorurteilen
- solidarökonomie
- landwirtschaft, selbstversorgung
- ausbeutung von mensch und natur

und ich weiß, was ich gerne tun will:

- denken, analysieren, gemeinsam an lösungen arbeiten und diese umsetzen, bilden, aufbrechen, umdenken
- fotografieren, aufmerksam machen
- draußen sein, gehen, in bewegung sein

wie meine mama abnehm bücher sammelt, sammel ich selbsthilfebücher. ja... tun wär jetzt mal wichtig. dieses blöde sollen und müssen :-( und dieses blöde widerstand leisten wenn ich den eindruck bekomme, zu sollen oder zu müssen.... wollen statt sollen - vielleicht mach ich mir ein t-shirt ;-)
nun, ab unter die dusche und

start movin ;-)

16.01.2013

den eigenen körper wieder entdecken und eingefahrene verhaltensmuster aufbrechen
die angst vor allem fremden angehen
die angst durch vertrauen ersetzen

13.01.2013

in the end, people will judge you anyway. don't live your life impressing others. live your life impressing yourself.

09.01.2013

innerlich frei werden.
sagen, was man denkt.
nicht sagen, was jemand hören will.
zu sich und seiner meinung stehen.
sich nicht verstecken.
für sich selbst sprechen.
ohne angst vor der reaktion. oder den konsequenzen.
selbstbestimmung!

07.01.2013

warum habe ich angst zu meinen überzeugungen zu stehen? warum glaube ich, dass ich niemanden verärgern darf? dass ich immer verständnisvoll sein muss? dass ich ich nicht einmischen darf wenn ich mich nicht gut genug auskenne?
will mich nicht bewzeifeln. will mich nicht verstecken. will zu dem stehen, was ich wichtig finde.
zum beispiel bin ich der meinung dass...
... es weder ein bundes- noch einberufsheer geben sollte. ich finde, frieden kann nicht mit panzern und waffen geschlossen werden. ich finde, männer dürfen nicht zum gehorsam gegenüber autoritäten erzogen werden. ich finde, krieg muss auf jeden fall verhindert werden und das erlernen von gfk und empathie kann ein schritt in eine friedlichere richtung sein...
... österreich nur deshalb so reich ist, weil es andere länder durch eine konkurrenzige wirtschafts- und gesellschaftspolitik ausbeutet. die ressourcen anderer länder wie zum beispiel rohstoffe und die ressourcen anderer menschen wie zum beispiel arbeitskraft werden ausgebeutet. und trotzdem schottet sich europa ab und will keine migrantinnen oder asylantinnen aufnehmen und sich um sie kümmern...
... vollbeschäftigung ist ein mythos. es gibt nicht mehr genug bezahlte erwerbsarbeit für alle. gleichzeitig ist auch unbezahlte arbeit arbeit. ein bedingungsloses grundeinkommen wäre eine entlastung für viele...
wird zeit, dass ich zu dem stehe, was ich wichtig finde... also, keine angst mehr ;-)

10.12.2012

wenn geld keine rolle spielen würde, würde ich

* den pioneers of change lehrgang machen
* arabisch und spanisch lernen. oder türkisch
* mindestens einmal pro woche auf die babies aufpassen
* mandoline spielen lernen
* eine kleine hütte an einem see besorgen und dort gemüse anbauen - im sommer.
* viel mit der bahn fahren und zu fuß gehen
* singen. vielleicht im chor am brunnenmarkt
* ehrenamtlich arbeiten - bei der clean clothes kampagne
* mich für ein bedingungsloses grundeinkommen einsetzen
* einen sozialökonomischen betrieb für asylwerber/innen eröffnen
* fotografin werden
* zu fuß von hier bis santiago de compostella gehen
* schamanin werden und im regenwald schmetterlinge bewundern.
* vielleicht peace studies studieren
* dem hub beitreten
* einen nähkurs machen
* eine decke häkeln
* ein theaterstück entwerfen
* die gfk trainer/innen ausbildung machen
* lieder schreiben


mein ego. und mein höheres ich, meine seele.
das eine laut und stürmisch. will alles sofort. ein schutzschild. auf grund der vorerfahrungen. es macht zu. lässt nichts durch.
vielleicht übersteigt es meine persönlichen vorerfahrungen. es ist ein angelernter schutz. eine wand voll (vor)urteilen und bewertungen. vollgeschmiert. fest. starr.
und hinter der wand? oder zwischen den felsbrocken? eingesperrt. die seele.

vielleicht ist es zeit, die wand zu betrachten. sie auflockern. und umbauen. stück für stück. zu einem grund. auf dem die seele tanzen kann.

also zur wand.
da steht "du bist nicht liebevoll genug" "deine ansprüche dürfen nicht zu hoch sein" "du vernachlässigst andere" "du tust alles für sie und dadurch wirst du für sie uninteressant" "du gibts zu viel auf und machst dich abhängig und du verlangst von ihr, ihr leben komplett umzubauen. damit du darin genug platz hast." "du weinst zu viel" "du kommuniziert nicht gewaltfrei" "du würdest dir weniger gedanken machen wenn du einen job hättest" "wenn sie dir nicht in einer gewissen zeit zurück schreibt, ist sie nicht für dich da" " wenn sie dich versetzt, ist sie nicht für dich da" "wenn sie mit dir bestimmte feste nicht feiert, ist sie nicht für dich da" "du musst wissen, was du verlangen darfst" "du darfst nicht kritisch sein - sonst sind andere eingeschüchtert" "du bewegst dich nicht genug" "du bist mit allem unzufrieden" "du reagierst immer mit ärger und selten mit empathie" "du darfst niemanden einengen"

eine dicke wand.

23.11.2012

nachtrag...
das mit den sorgen...
was mir sorgen macht ist, dass ich es nicht schaffe. im sorgen machen bin ich gut. das hab ich gelernt. sich eine situation möglichst genau überlegen und herausfinden was passieren könnte. wie peinlich es sein könnte.
das will ich lassen!!!! sorgen haben keinen sinn! gar keinen!
...remove unnecessary fears...
ich könnt mir auch vertrauen, dass ich genug ahnung hab, dass ich kritisch und strukturiert genug bin. genug für mich. genug für einen ie abschluss.
und im schlimmsten fall gehts halt nicht.
fremden ansprüchen gerecht zu werden ist so anstrengend - vor allem wenn die fremden ansprüche zu den eigenen geworden sind. dieses genug wissen ist anstrengend...
ich weiß, was ich weiß. und ich lern so gut ich kann. mehr geht nicht. das ist ausdruck meines lebensstils. ich lern nicht schon monate vorher auf sicherheit... ich tue was da ist...
ok. punkt.
aber wie tu ich weiter?
ich machs mir gemütlich! ordnung. kerzen. musik.
 liebe und duft und tee... es soll mir ja auch spaß machen... also, keep cool, little girl. und nimm die angst an, wandel sie in aktionismus...  du musst ja eh nicht alles wissen... 
immer noch diese prüfung und schon wieder raufende haare auf einem vollen, platzenden, rauchenden kopf...
und es geht ums denken...
wie schnell es mich stresst, wenn ich nicht verstehe
und wie oft ich mich frage, wie ich lernen soll - ob mit der hand zusammenfassen, oder auswendig lernen oder mit dem computer...
und dieses stressgefühl kommt so oft - wenn ich auf die uhr schaue...
tausende zettel liegen herum
und ich frage mich was eigentlich nation heißt, postkolonialismus, wann den die su eingegangen ist, ob man überhaupt eingegangen sagt, was 1848 passiert ist - vielleicht der westfälische friede?, die franz. rev. war 1789, was bedeutet hybridität, was ist eigentlich kultur, zeit, raum und wie hängt alles zusammen, hab ich zu spät angefangen zu lernen, lern ich richtig, wie krieg ich den stress weg und so weiter...
eigentlich will ich ein riesen mind map machen...
vielleicht wechsel ich den ort... weg vom tisch... ganzheitlich lernen...
 mit musik und malen...
achsenzeit, polylog,...
und dabei immer noch die ohren steif halten....

22.11.2012

eine ausnahmesituation. den ganzen tag lernen und versuchen, zu verstehen. für diese prüfung.
über die welt lesen und nachdenken und mich gleichzeitig von der welt abkapseln. mit müden augen.
herausgefordert durch meine anspruch, alles zu verstehen. die essenz herauszufinden. und alles zu machen, wie es sich gehört.
wie gehört es sich?
immer wieder die selben fragen. rund ums sollen...
eine zeit der prüfung. rückzug. lesen. stundenland. zusammenfassen. denken. den kopf und die augen arbeiten.
stress entsteht, wenn ich die aufmerksamkeit aus dem moment woanders hin lenke. und mich frage, ob ichs schaffen kann. und glaube, planen zu müssen. dann spür ich viel stress im herzen. und ich kann nicht mehr gut atmen. die angst schnürt mir dann die kehle zu.
planen funktioniert bei mir nicht. gar nicht. meine pläne werden von mir zerstört. sie sind mir zu starr. engen mich ein. dann befrei ich mich von ihnen indem ichs anders mache. auch beim lernen auf meine intuition vertrauen. und pausen machen wie mein gesit und körper es wollen. nicht ein buch. nicht ein plan.
langsam gehen. wie in nepal. auch ich hier. und zu meiner arbeitsweise stehen. was ist schon zu spät. dem diktat der uhr entgegen treten und die zeit selbtbestimmt verwalten. langsam. langsam. mit steifen ohren. und liebespausen. möglichst angstangehend.

18.11.2012

ausgelaugt und leer. und immer noch traurig. zerknautscht. verwirrt. einsam.
die seele fliegt nicht. sie hat sich eng ums herz geschlungen. statt zu fließen schließt sie alles ab.
dieser kopfschmerz war neu. und angsteinflößend. und mit jeder sorge, mit jener träne ist er größer geworden. unter spannung entspannen ist nicht leicht. da hilft nur ein kaltes tuch an der schmerzenden stelle. und nicht denken. und nicht weinen.
irgendwas läuft nicht richtig. auch wenn es richtig und falsch nicht gibt. ich meine, etwas läuft nicht so wie ich es mir vorstelle. und ich weiß, dass meine vorstellung nur imaginär ist. nicht absolut. ich will gar nicht dran festhalten müssen. ich kann nicht die worte finden, die das sagen, was ich meine. ich kann nicht den punkt erklären, der mich im tiefsten inneren trifft. statt dessen schlängle ich mich vorbei und verdrehe wörter und sinn und hinterfrage und zweifle. und streite. und leiste widerstand. und schütze mich. und laufe weg. bis in meine träume. wo ich mich selbst verfolge und mit schmerzendem kopf verzweifelt aufwache.
was ist es, was mich im tiefsten inneren trifft? ist es die angst, zu viel zu lieben. und dabei einzuengen? eng ich mich selbst ein, indem ich mich so sehr nach nähe sehne. geht es ums "richtig" lieben?
wahrscheinlich ist es die angst, verletzt zu werden. so traurig.
ich bin froh, dass ich wieder schreiben kann. das ging gestern unter dem tränenstrom nicht. da ging gar nichts mehr.
meine seele sitzt immer nich eingeschüchtert ganz an meiner brust. sie geht nicht mal bis zum nabel.
es ist auch diese prüfung. sie stresst mich. es ist meine allerletzte prüfung. ich will sie so gut wie möglich machen. ich mag die fragen. sie interessieren und inspirieren mich. ich mag dieses anders denken. und anders sein. und das hinterfragen von sturkturen, die gewaltvoll sind und leid erzeugen. hier liegt schon meine leidenschaft. die fragen, die mich bis ins tiefste bewegen....
es geht um ansichten rund um die zeit. der wir so stark untergeben sind. an die wir uns binden. die uns alles aufzeigt - unseren sinn, unsere produktivität, unseren fortschritt. dieses fortschrittsdenken, dieses im morgen oder gestern sein, diese konkurrenz, das ständige sich messen - das macht mich müde. ich habe keine angst, kinder mit einer frau zu bekommen, ich habe angst, sie von diesem system bilden zu lassen. ich finds irrsinnig, zu lernen auf andere zu hören. in einem selbst sitzt die ganze liebende weisheit. und die gilt es zu entdecken. jedes kind ist vollkommen weise. sie werden umerzogen. umerzogen für die bedürfnisse der erwerbsarbeit, der leistungsgesellschaft.
wow... ich bin sehr wütend. ich habe einen selektiven, kritischen blick. der entspricht nicht ganz den gegebenheiten. es gibt natürlich auch sehr viel positives. was ich hier schätze ist, dass ich als frau sicher durch die straßen gehen kann. auch in der nacht. dass raum ist für viele meinungen. dass es möglich ist, sich zu bewegen und umzugestalten. dass ich, wenn ich meine stimme erhebe, gehör finde. dass ich mich umfassend bilden kann. wahrscheinlich noch einiges mehr. und sie kommen wieder die tränen. und das kopfweh...
nähe. und verständnis.

07.11.2012